5. Gebrauchtbootemarkt

im Naturfreundehaus am 23. März

Bei herrlichem Wetter wechselten wieder einmal etliche Kajaks, Paddel uns sonstiges Equipment den Besitzer. 100 exzellente Bratwürste und selbstgebackener Kuchen und Kaffe füllten so manchen Bauch. Vielen Dank an alle Helfer, ob jung oder alt, gemeinsam sind wir wahrlich stark!

Ausstellung im GNM

https://www.gnm.de/services/kalender/termin/detail/24333-Vortrag%20zur%20Ausstellung%20Wanderland/

https://www.gnm.de/ausstellungen/sonderausstellungen/

Sonntag 17.03.2019 Im Germanischen.

Wir treffen uns um 10.45 Uhr vor dem Eingang

Pottenstein: Tourismus und Zwangsarbeit

Am Samstag, den 2. März trafen sich 28 NaturfreundInnen in Pottenstein mit dem Buchautor Peter Engelbrecht zu der Veranstaltung „Tourismus und Zwangsarbeit“. In Pottenstein waren während der NS-Zeit um die 700 KZ-Insassen an verschiedenen Bauprojekten eingesetzt worden. Bis heute ist im Stadtbild Pottensteins kaum ein sichtbares Zeichen zu diesem prägenden Abschnitt in der Geschichte des Ortes zu sehen.
Von bizarren Felsformationen umgeben ist die pittoreske Ortschaft Pottenstein eines der touristischen Zentren der Fränkischen Schweiz. Mit der Teufelshöhle, dem Schöngrundsee, einer Sommerrodelbahn, dem Felsenbad und Klettergärten wird den dreihunderttausend Gästen im Jahr einiges geboten.
Von Oktober 1942 bis Kriegsende existierte mitten im Ortskern ein Konzentrationslager. Die Häftlinge waren bei der Gestaltung einiger Tourismusattraktionen direkt beteiligt. Vor der sogenannten Magerscheune startet die Führung zum Thema „Tourismus und Zwangsarbeit“. Direkt an der Püttlach gelegen wirkt das Fachwerkhaus höchstens durch seinen unpassenden Anbau einer Fabrikhalle mit Flachdach etwas ungewöhnlich. Ansonsten schmiegt sich das Gebäude unauffällig in das alte Ortsbild. Peter Engelbrecht, Autor des Buches „Touristenidylle und KZ-Grauen, Vergangenheitsbewältigung in Pottenstein“ beginnt die Führung mit einem kurzen Input über die Verhältnisse im Lager und auf den Baustellen. Danach hält die Gruppe bei einer Schweigeminute inne. Vor der Scheune legt die Gruppe eine Gesteckt mit der Aufschrift „Zur Erinnerung an die Opfer von Faschismus und Zwangsarbeit“ nieder. „Von hier aus liefen die Häftlinge jeden Tag über die Hauptstraße zu ihrer Arbeit“, sagt Engelbrecht. Die Gruppe geht den selben Weg zu dem von den Häftlingen geschaffenen Schöngrundsee, heute eine der touristischen Attraktionen Pottensteins. Der See wird von der Gemeinde verpachtet und mit Tretbooten
befahren. Die Häftlinge aus dem KZ-Floßenbürg wurden nach Pottenstein gebracht, um dort verschiedene Bauprojekte, vor allem für die SS-Einheit Karstwehr, zu verwirklichen. Das Karstwehrbattalion war eine Spezialeinheit zur Partisanenbekämpfung. Sie wurde in Italien und Slowenien eingesetzt, also in Ländern mit einer ähnlichen Topographie wie in der Fränkischen Schweiz. Deswegen bot sich Pottenstein mit seinen vielen Felsen und Höhlen als Trainingslager und Stützpunkt der Terrortruppe an. Der Erschließer der Teufelshöhle, SS-Standartenführer Dr. Brand brachte seine SS-Einheit und die KZ-Insassen nach Pottenstein. Der Schöngrundsee wurde als Trainingsgelände für die SS-Männer geplant und aufgestaut. Heute spiegelt er im Talgrund den Hang des Bernitz, auf dem sich das Barackenlager der Karstwehr befand und wirkt wie die meisten Seen: schön, nass und unschuldig. Die Straße entlang des Sees, eine Straße auf das Hochplateau des Bernitz und oben dann das Barackenlager wurden unter unmenschlichen Bedingungen von den KZ-Insassen geschaffen. Die Zwangsarbeiter wurden von der SS an Firmen vermietet. Zwischen drei und sechs Reichsmark kostete ein Tag Arbeitskraft. Der Konflikt zwischen Reichssicherheitshauptamt, das die Vernichtung der KZ- Insassen vorantreiben wollte, und dem Rüstungsministerium, das aus den Menschen möglichst viel an Arbeit heraus pressen wollte mündete in dem zynischen Kompromiss „Vernichtung durch Arbeit“. So starben in dem KZ Hersbruck fast die Hälfte der zur Arbeit gezwungenen Menschen (ca. 4.000). In
Pottenstein selbst kamen neun Menschen ums Leben, nach Rücktransporten nach Flossenbürg zwischen ein-und zweihundert.
Auch der Parkplatz vor der Teufelshöhle wurde von Häftlingen aufgeschüttet und planiert. Dort hing bis Anfang der neunziger Jahre eine Tafel zur Erinnerung an Standartenführer Dr. Brand. Der Vertraute von Himmler wurde mit den Worten: „Dem Erforscher und Erschließer der Teufelshöhle und unermüdlichen Förderers des Fremdenverkehrs der Fränkischen Schweiz in Verehrung und Dankbarkeit – Die Stadt Pottenstein“ gewürdigt, bis die Tafel von engagierten Unbekannten entfernt wurde. „Es ist kaum zu glauben, dass nirgends auch nur ein Hinweis auf die Häftlinge und das KZ zu sehen ist. Aber irgendwie auch typisch für die Aufarbeitung deutscher Geschichte.“, sagt eine Teilnehmerin. Am Friedhof gibt es eine Tafel zur Erinnerung an die KZ-Insassen und zu Ehren der Menschlichkeit der Pottensteiner Bevölkerung. Dort hängt auf Grund von gesetzlichen Richtlinien auch eine Ehrentafel für
Ehrenbürger Hans Dippold, Bürgermeister für die NSDAP. Dippold wurde nach der NS-Zeit mehrere Male wiedergewählt. 2020 soll in der Magerscheune eine Erinnerungs- und Informationsstätte über das Konzentrationslager errichtet werden. „Über die Mechanismen von Entmenschlichung und Ausbeutung aufzuklären ist für die Naturfreunde eine Grundvoraussetzung, um ähnliches in Zukunft und Gegenwart zu verhindern.“, sagt einer der Veranstalter zum Abschluss.

Mit Wallenstein auf der traditionellen Drei-Königswanderung

Diesmal ging es mal in eine Region, die für uns bisher kaum als Wanderziel ausgewählt worden war. Nachdem Klaus einige Tourenvorschläge ausgesucht hatte, wählten wir den Wallenstein-Wanderweg bei Altdorf aus, eine Rundwanderung von ca. 9 km. Die Beschreibung und die Fotos im Internet versprachen viel. Es ist ja immer gar nicht so einfach, für eine so große Gruppe eine geeignete Wanderung zu finden: die Länge muss passen, es soll eine Rundwanderung sein, denn man sollte ja wieder zu den Autos oder zum Bahnhof zurück kommen, die Landschaft und der Weg sollen was hergeben und vor allen Dingen muss der Gasthof die große Gruppe unterbringen und eine gute Küche bieten.

Zum guten Gelingen der Wanderung braucht es natürlich eine gute Vorbereitung. Ohne die Unterstützung von Klaus, Franz und Anderen ist das kaum möglich. Einige Male wurde die Tour vorgelaufen um Unsicherheiten vorzubeugen.

Schließlich waren wir 42, die sich nicht vom Wetterbericht  abschrecken ließen. Wie üblich, trafen wir im Gasthaus, um uns erst mal mit Lamm, Schwein, Fisch oder vegetarisch zu stärken. Ein kurzer Beitrag zur Geschichte von Wallenstein und der Katastrophe des 30jährigen Krieges erklärte den geschichtlichen Hintergrund von Wallenstein in Altdorf und seiner Rolle in dieser Zeit.

Dann ging’s los auf historischen Spuren über den ehemaligen Steinbruch „Löwengrube“, mit dessen Steinen die Universität in Altdorf gebaut wurde, in der auch Wallenstein ein paar Monate studierte (bis er wegen ungebührlichen  Benehmens rausflog), weiter zur Prethalmühle  aus dem 17. Jahrhundert, entlang an der Schwarzach, über  einen Anstieg durch den Wald hinauf zur Burg Grünsberg. Ein Teil von uns querte dabei abenteuerlich auch einen „hochwasserführenden“ Bachlauf, während der andere Teil der Gruppe einen „Ausweg“ suchte. In Grünsberg teilte sich nun die Gruppe  wie geplant. Der eine Teil ließ sich trotz Warnung vor dem zu erwarteten Matsch nicht abhalten, den Weg durch die für unsere Gegend einmalig romantische „Teufelsschlucht“ zu balancieren, der andere Teil nahm den Weg oberhalb der Schlucht trockenen Fußes , um uns schließlich an der „Teufelskirche“ wieder zu vereinigen. Franz zog seinen Berühmten Schlehenschnaps  aus dem Rucksack, auch „Willi“ und Waldfrüchtelikör war zur Belohnung und Aufwärmen geboten. Nach dem Umtrunk ging es über freie Felder zurück nach Altdorf, natürlich nicht, ohne den Tag noch mit einem Cappuccino und einem Stück leckeren Kuchen abzuschließen.

Trotz Ankündigung traf uns kein einziger Regentropfen!!!

Wieder einmal stellten wir fest, es gibt kein schlechtes Wetter, höchstens dreckige Schuhe. Alle machten den Eindruck, dass es ein schöner Tag war, auch ohne Sonne!

Jahresprogramm 2019 der NaturFreunde-Erlebnis-Akademie

2. Auflage NATURFREUNDE-ERLEBNIS-AKADEMIE Jahresprogramm 2019
Das neue Jahresprogramm 2019 der NaturFreunde-Erlebnis-Akademie liegt bereit. Auch in der zweiten Ausgabe bieten wir Dir wieder überregionale Lehrmaßnahmen sowie Freizeit- und Mitmachangebote im erlebnis- orientieren Bereich an. Natursport und Klimaschutz werden bei uns großgeschrieben. Ob bei Natur- und Breitensport, Camps, Kultur, Natur- und Umweltschutz, Stärkenberatung, Seminare oder Freizeitangeboten für Kinder/Jugendliche und Erwachsene, bestimmt findest auch Du das geeignete Angebot im Heft.
https://www.naturfreunde-bayern.de/…/nea_broschuere_2019_0.…

Rollentraining 2018

„Naturfreunde bewegen“ ist das derzeitige Motto des Verbandes und wie es in der Realität zum Tragen kommt, hat sich in der Vorgeschichte des diesjährigen Rollentrainings gezeigt. Über den Klettersport konnten wir Kontakt zum Post SV Hallenbad knüpfen, in dem das erste Rollentraining der Naturfreunde Nürnberg Mitte stattfinden konnte. Wir sind sehr glücklich über diese Möglichkeit und bedanken uns auf diesem Weg sehr herzlich.

Wie groß das Interesse in der Ortsgruppe war, zeigt die enorme Teilnehmerzahl.  Mit 8 Booten und 16 Naturfreunden war das Becken voll.

Die Erfolge werden nächstes Jahr zum Saisonstart auf dem Fluss gefeiert!!

Bis bald

Euer Philipp


Gelungene Werbeaktion

Berufsbildungskongress vom 10. bis 13.12.inm Nürnberger Messezentrum. Wir Naturfreunde waren am Infostand der Industrie- und Handelskammer mit einer rotierenden Boulderscheibe dabei und konnten Hunderten von Schülern die Naturfreunde näher bringen.Dem Ministerpräsidenten Söder stahlen wir natürlich ebenfalls die Show.

MTB-Trail-Camp – Nürnberger Land

Highlights:

Auf Waldwegen hinab von der Houbirg, trailig über Felsenpfade vom Kreuzberg oder auf flowigen Trails durch die Landschaft bei Lichtenegg – an 2 Tagen hatten die 15 Naturfreund*inne beim Trail Camp schönstes Mountainbike-Vergnügen. Gemeinsam ging es dabei in die Oberpfalz bei Lichtenegg, um den Happurger Stausee und hinauf auf den Arzberg. Dabei brachten die felsigen und waldigen Trails ein unverrückbares Dauergrinsen ins Gesicht der Teilnehmer*innen und natürlich gab es wunderbares Spätsommerwetter, leckere Kuchen-Stopps und ein loderndes Lagerfeuer am Abend. Insgesamt also ein tolles Trail Camp mit vielen gemeinsamen Naturerlebnissen.

Wo waren wir:

Das Naturfreundehaus Pommelsbrunn liegt wunderbar in der “Wied” unterhalb der Burgruine Lichtenfels und war unser Basecamp. Gemeinsam haben wir in der Selbstversorgerküche gekocht und leckere regionale Forellen und Würstchen gegrillt.
Auch für andere Aktivitäten ist das Haus ideal: Klettern, Klettersteiggehen, zur Entdeckung der Natur oder zum Wandern, ihr könnt direkt am Haus starten. Dazu bringt euch die S-Bahn direkt dorthin.

Ausblick:

Im nächsten Jahr wird es wieder ein Trail Camp in Pommelsbrunn geben. Das Haus ist bereits reserviert 🙂

Berg frei! Uli