Alpinkletterkurs bei Innsbruck

Am Wochenende vom 17. – 19.05.2019 war es wieder soweit, der jährliche Alpinkletterkurs des Fachbereichs Bergsport der Naturfreunde Nürnberg-Mitte stand an. Leider hat uns das Wetter ein bisschen im Stich gelassen, so dass es zunächst so aussah als würde der Kurs aufgrund der massiven Alt- und auch Neuschneemengen und der schlecht gemeldeten Wetterlage ins Wasser fallen müssen. Die Kursleiter Franz und Anke setzen jedoch alle Hebel in Bewegung und fanden mit der Martinswand bei Innsbruck eine tolle Alternative, so dass – zu unser aller Freude – der Kurs doch noch stattfinden konnte. Am Ende war es dann zwar eher ein Plaisirkletter- als ein Alpinkletterkurs, aber das tat dem Tatendrang und der Lernbereitschaft der Mehrseillängenaspiranten keinerlei Abbruch.

Wir trafen uns Freitagabend in einer schnuckeligen Pension in Leutasch. Nachdem wir uns beim örtlichen Italiener gestärkt hatten, wurden bis spät abends die Routen für den kommenden Tag ausgesucht, die Seilschaften festgelegt, Standplatzbau und Sicherungstechnik nochmals in Theorie besprochen und die Rucksäcke gepackt. Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, ging es dann endlich an die Wand. Wunderschönes Plaisirklettern! Nach einer kurzen Mittagspause bei Sonnenschein und bester Aussicht, stiegen einige von uns, die nicht genug bekommen konnten, nochmals in die Wand ein. Anschließend statteten einige dem örtlichen Schwimmband noch einen Besuch ab, während die anderen die letzten Sonnenstrahlen bei einem Radler genossen. Danach wurde sich wieder mit Pasta und Pizza gestärkt und mit einem Schnaps aufs Haus klang der Abend aus. Am Sonntagmorgen startete der Tag für zwei Verrückte um 5:30 Uhr mit einem 10 km Lauf, für uns anderen Langschläfer um 7 Uhr mit einem leckeren Frühstück. Danach ging es wieder an die Martinswand und alle Teilnehmer, die sich psychisch und physisch fit genug fühlten, konnten ihre ersten Seillängen vorsteigen: #frauenundmännerindenvorstieg. Wie der Wetterexperte Franz prophezeite hielt das Wetter und wir konnten auch am Nachmittag noch einige Seillängen klettern.

Zusammenfassend ist zu sagen, es war ein „Wochenende wie ein Urlaub“. Wir haben alle viel gelernt, und zwar nicht nur hinsichtlich Standplatzbau, alpiner Sicherungstechnik und Klettertechnik, sondern auch, dass man um 21 Uhr noch keinen „Schnitt“ bestellen darf und dass Muschelsaison in allen Monaten, die mit dem Buchstaben „R“ enden, ist.

Vielen Dank an die Trainer Anke und Franz für dieses lehrreiche, lustige und wunderschöne Wochenende. Wir freuen uns alle schon auf nächstes Jahr!

Berg frei!

Skitourentage Bregenzer Wald

Aktuell ist es zwar bereits etwas spät zum Skitourengehen, zumindest in unseren Breitengraden, aber vielleicht ist dem ein oder anderen ja sowieso etwas zu warm und man hat Lust auf eine Abkühlung. Zumindest beim Schmökern kann man sich ja gedanklich etwas abkühlen. Für alle die Lust auf eine Erfrischung haben, gibt es hier noch eine kurze Zusammenfassung über unsere Skitourentage im Januar.


Wir verbrachten wir zum zweiten Mal ein verlängertes Wochenende im Bregenzer Wald. In diesem etwas versteckt gelegenen Teil Österreichs geht es noch etwas ruhiger zu, gleichwohl bietet die Gegend oft legendäre Schneemengen und landschaftlich abwechslungsreiche Höhepunkte.

Am Anfahrtstag machten wir bei schlechtem Wetter noch eine Tour auf die im nördlichen Teil gelegene Winterstaude.

Nach Ende des Schneefalls am nächsten Morgen konnten wir bei strahlendem Sonnenschein eine tolle Tour über das Häfnerjoch auf die Güntlespitze und traumhafter Abfahrt im Pulverschnee zurück nach Schoppernau unternehmen.

Leider wurde es zunehmend warm und die Gefahr unberechenbarer Gleitschneelawinen nahm noch mehr zu. Deshalb war am nächsten Tourentag eine defensive Routenwahl angesagt und der Hirschberg, ein Gipfel im aufgelassenen Skigebiet, das Tourenziel war. Die nasse Schneedecke erschwerte den Aufstieg sehr und nach eingeschränktem Abfahrtsgenuss freuten wir uns alle auf den Einkehrschwung und den anschließenden Saunabesuch.

Auch am letzten Tourentag war es weiterhin recht mild und wir wählten mit Damüls einen hoch gelegenen Ausgangsort. Den steilen Gipfel des Glatthorns erreichten wir bei den großen Neuschneemengen nicht, aber wider Erwarten fanden wir nordseitig schönen Pulverschnee in unverspurtem Gelände und stiegen, weil es so schön war, gleich nochmal auf, um die Abfahrt zu wiederholen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es einige abwechslungsreiche Tourentage waren, die Lust auf den nächsten Besuch diesen reizvollen Teil Vorarlbergs machten.

Klettern und Brücken bauen nach Nablus/Palästina

Die Naturfreunde Nürnberg-Mitte haben in der ersten Märzwoche diesen Jahres das Projekt  “ Naturfreunde Nürnberg-Mitte Nablus Climbing “ mit Spaß und großem Erfolg durchgeführt: fünf junge Kletterer und fünf ältere Naturfreunde haben in Nablus Kontakte geknüpft, sich informiert und vor allem Kletterrouten gebaut  und einheimische Kletterer und Interessierte angeleitet.

Entstanden ist diese Idee vor einem Jahr, als unser Mitglied Sabine als Teilnehmerin der  INNA-Delegation (Nablus-Initiative Nürnberg)  in Nablus zu Besuch war, um nach weiteren Ansatzpunkten für „Graswurzelprojekte“ zu suchen. Die Natur um Nablus herum bietet gute Möglichkeiten für den Klettersport. Die Naturfreunde griffen die Idee, das Klettern in Nablus zu entwickeln, auf und konzipierten das Naturfreunde Nablus Climbing Projekt. Es stand ein Betrag von 1000 Euro zur Verfügung, der als Spende anlässlich der Beerdigung unseres Mitglieds Hannes Schäffler für ein Kinderprojekt zusammengekommen war, das leider nicht zustande kam. Wir widmeten die Spende um, da wir uns alle vorstellen konnten, dass dies im Sinne von Hannes wäre: er liebte das Klettern und war ein Freund der Region (er lernte sogar Arabisch).

Schon im Vorfeld wurden Kontakte aufgenommen zur Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), bei der ein aktiver Kletterer arbeitet, und zu Wadi Climbing  in Ramallah (einer von Amerikanern gegründeten Boulderhalle. Nur in Ramallah gibt es bereits eine Kletterszene). Ein Bohrkurs wurde absolviert,  Haken, Schrauben und Ketten für die Kletterrouten wurde eingekauft, gut erhaltene Gurte, Seile, Helme und Schuhe wurden von Spendern eingesammelt (von Kletter/Boulderhallen, Privatpersonen). Transportiert wurde das ganze Material in den Rucksäcken und Koffern der Gruppenmitglieder (ca 8 Kilo pro Nase).  Bei der Einreise nach Israel  fühlten wir uns etwas mulmig mit dem ganzen „Eisen“ im Gepäck, aber es ist alles gut gegangen. Auch der Transfer von Tel Aviv nach Nablus verlief problemlos. Gleich am Ankunftstag in Nablus haben wir uns im Souk, einemlebhaften Basar in der Altstadt, über die Offenheit, Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen gefreut. Genauso ging es weiter: beim Abendessen, das der GIZ- Mitarbeiter Matthias für uns organisiert hatte, trafen wir die Kletterscene von Ramallah und Interessierten aus Nablus. So konnten wichtige technische Fragen geklärt und Verabredungen getroffen werden.  Am Tag darauf stand ein Besuch beim Bürgermeister von Nablus an, der über das Projekt informiert wurde und sich darüber freute, vor allem, da zu Jahresende ein Palästina-Kletterführer herausgegeben wird, in dem das neue Klettergebiet Nablus auch enthalten sein wird. Ein derartiges Buch über die Klettergebiete in Palästina wird Kletter-Touristen aus aller Welt ansprechen und vielleicht den Öko-Tourismus ein wenig fördern. Nablus hat aktuell so gut wie keinen Tourismus. 

Ein anschließender Besuch in der Sportfakultät der Universität von Nablus zeigte uns, dass wir offene Türen einrennen:

Ziel ist, dass die Universität Kletterer ausbildet, die dann Jugendliche z.B. aus dem Flüchtlingscamp Balata anleiten können. 

Ein Stadtrundgang mit Einblicken in zwei Bäder  rundeten den Tag ab, während die Kletterer sich an die Arbeit am Felsen oberhalb von Nablus machten. Die nächsten Tage verbrachten sie fast ausschließlich dort. Sie setzten Bohrlöcher für die Haken in die Wand, schlugen lockere Steine ab, entfernten Gräser und Sträucher. Dieses „Putzen“ ist eine für die Sicherheit wichtige Aufgabe beim Bau neuer Routen. Großartig meisterten die jungen Kletterer diese schwere körperliche Arbeit mit  Hammer und Bohrmaschine, am Seil hängend. 

Die aktiven Kletterer vervollständigten gleichzeitig die Routen, was manchmal durchaus gefährlich war, wenn Steine runterfielen und die Kinder mal wieder ohne Helm im Gefahrenbereich herumliefen.

Zum Abschluß zündeten wir noch eine Kerze unter dem Naturfreundebanner an und dachten an Hannes, der bei diesem Projekt seine Freude gehabt hätte.

Nach einem langen Tag wurden wir vom Vater eines kletterbegeisterten Kindes  auch noch zum Abendessen eingeladen.

 Das Klettermaterial (Gurte, Seile, Helme, Schuhe) wurde in einem Gym in Nablus eingelagert, in dem ein Kletterer als Lehrer arbeitet. Auf diese Weise ist es sicher aufbewahrt und gut zugänglich für Kurse, die zwei einheimische Kletterer aus Nablus geben können.

Insgesamt hat wirklich alles gut geklappt: Abed, der Mitarbeiter der Stadt Nablus, zuständig für internationale Beziehungen, hat uns die Termine dicht und straff organisiert, sodass wir in kurzer Zeit viel Information und Kontakte sammeln konnten. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Anwohner am Felsen und die Kooperationsbereitschaft der Kletterer aus Ramallah hat uns die Arbeit an der Wand sehr erleichtert. Die sorgfältige und kompetente Vorbereitung, sowie die fröhliche, motivierte Zusammenarbeit in unserer ganzen Gruppe hat das Projekt so gut gelingen lassen.

Jetzt kommt es darauf an, die geknüpften Kontakte auszubauen und zu entwickeln. 

Wir Naturfreunde werden alles dafür tun!

5. Gebrauchtbootemarkt

im Naturfreundehaus am 23. März

Bei herrlichem Wetter wechselten wieder einmal etliche Kajaks, Paddel uns sonstiges Equipment den Besitzer. 100 exzellente Bratwürste und selbstgebackener Kuchen und Kaffe füllten so manchen Bauch. Vielen Dank an alle Helfer, ob jung oder alt, gemeinsam sind wir wahrlich stark!

Ausstellung im GNM

https://www.gnm.de/services/kalender/termin/detail/24333-Vortrag%20zur%20Ausstellung%20Wanderland/

https://www.gnm.de/ausstellungen/sonderausstellungen/

Sonntag 17.03.2019 Im Germanischen.

Wir treffen uns um 10.45 Uhr vor dem Eingang

Pottenstein: Tourismus und Zwangsarbeit

Am Samstag, den 2. März trafen sich 28 NaturfreundInnen in Pottenstein mit dem Buchautor Peter Engelbrecht zu der Veranstaltung „Tourismus und Zwangsarbeit“. In Pottenstein waren während der NS-Zeit um die 700 KZ-Insassen an verschiedenen Bauprojekten eingesetzt worden. Bis heute ist im Stadtbild Pottensteins kaum ein sichtbares Zeichen zu diesem prägenden Abschnitt in der Geschichte des Ortes zu sehen.
Von bizarren Felsformationen umgeben ist die pittoreske Ortschaft Pottenstein eines der touristischen Zentren der Fränkischen Schweiz. Mit der Teufelshöhle, dem Schöngrundsee, einer Sommerrodelbahn, dem Felsenbad und Klettergärten wird den dreihunderttausend Gästen im Jahr einiges geboten.
Von Oktober 1942 bis Kriegsende existierte mitten im Ortskern ein Konzentrationslager. Die Häftlinge waren bei der Gestaltung einiger Tourismusattraktionen direkt beteiligt. Vor der sogenannten Magerscheune startet die Führung zum Thema „Tourismus und Zwangsarbeit“. Direkt an der Püttlach gelegen wirkt das Fachwerkhaus höchstens durch seinen unpassenden Anbau einer Fabrikhalle mit Flachdach etwas ungewöhnlich. Ansonsten schmiegt sich das Gebäude unauffällig in das alte Ortsbild. Peter Engelbrecht, Autor des Buches „Touristenidylle und KZ-Grauen, Vergangenheitsbewältigung in Pottenstein“ beginnt die Führung mit einem kurzen Input über die Verhältnisse im Lager und auf den Baustellen. Danach hält die Gruppe bei einer Schweigeminute inne. Vor der Scheune legt die Gruppe eine Gesteckt mit der Aufschrift „Zur Erinnerung an die Opfer von Faschismus und Zwangsarbeit“ nieder. „Von hier aus liefen die Häftlinge jeden Tag über die Hauptstraße zu ihrer Arbeit“, sagt Engelbrecht. Die Gruppe geht den selben Weg zu dem von den Häftlingen geschaffenen Schöngrundsee, heute eine der touristischen Attraktionen Pottensteins. Der See wird von der Gemeinde verpachtet und mit Tretbooten
befahren. Die Häftlinge aus dem KZ-Floßenbürg wurden nach Pottenstein gebracht, um dort verschiedene Bauprojekte, vor allem für die SS-Einheit Karstwehr, zu verwirklichen. Das Karstwehrbattalion war eine Spezialeinheit zur Partisanenbekämpfung. Sie wurde in Italien und Slowenien eingesetzt, also in Ländern mit einer ähnlichen Topographie wie in der Fränkischen Schweiz. Deswegen bot sich Pottenstein mit seinen vielen Felsen und Höhlen als Trainingslager und Stützpunkt der Terrortruppe an. Der Erschließer der Teufelshöhle, SS-Standartenführer Dr. Brand brachte seine SS-Einheit und die KZ-Insassen nach Pottenstein. Der Schöngrundsee wurde als Trainingsgelände für die SS-Männer geplant und aufgestaut. Heute spiegelt er im Talgrund den Hang des Bernitz, auf dem sich das Barackenlager der Karstwehr befand und wirkt wie die meisten Seen: schön, nass und unschuldig. Die Straße entlang des Sees, eine Straße auf das Hochplateau des Bernitz und oben dann das Barackenlager wurden unter unmenschlichen Bedingungen von den KZ-Insassen geschaffen. Die Zwangsarbeiter wurden von der SS an Firmen vermietet. Zwischen drei und sechs Reichsmark kostete ein Tag Arbeitskraft. Der Konflikt zwischen Reichssicherheitshauptamt, das die Vernichtung der KZ- Insassen vorantreiben wollte, und dem Rüstungsministerium, das aus den Menschen möglichst viel an Arbeit heraus pressen wollte mündete in dem zynischen Kompromiss „Vernichtung durch Arbeit“. So starben in dem KZ Hersbruck fast die Hälfte der zur Arbeit gezwungenen Menschen (ca. 4.000). In
Pottenstein selbst kamen neun Menschen ums Leben, nach Rücktransporten nach Flossenbürg zwischen ein-und zweihundert.
Auch der Parkplatz vor der Teufelshöhle wurde von Häftlingen aufgeschüttet und planiert. Dort hing bis Anfang der neunziger Jahre eine Tafel zur Erinnerung an Standartenführer Dr. Brand. Der Vertraute von Himmler wurde mit den Worten: „Dem Erforscher und Erschließer der Teufelshöhle und unermüdlichen Förderers des Fremdenverkehrs der Fränkischen Schweiz in Verehrung und Dankbarkeit – Die Stadt Pottenstein“ gewürdigt, bis die Tafel von engagierten Unbekannten entfernt wurde. „Es ist kaum zu glauben, dass nirgends auch nur ein Hinweis auf die Häftlinge und das KZ zu sehen ist. Aber irgendwie auch typisch für die Aufarbeitung deutscher Geschichte.“, sagt eine Teilnehmerin. Am Friedhof gibt es eine Tafel zur Erinnerung an die KZ-Insassen und zu Ehren der Menschlichkeit der Pottensteiner Bevölkerung. Dort hängt auf Grund von gesetzlichen Richtlinien auch eine Ehrentafel für
Ehrenbürger Hans Dippold, Bürgermeister für die NSDAP. Dippold wurde nach der NS-Zeit mehrere Male wiedergewählt. 2020 soll in der Magerscheune eine Erinnerungs- und Informationsstätte über das Konzentrationslager errichtet werden. „Über die Mechanismen von Entmenschlichung und Ausbeutung aufzuklären ist für die Naturfreunde eine Grundvoraussetzung, um ähnliches in Zukunft und Gegenwart zu verhindern.“, sagt einer der Veranstalter zum Abschluss.

Mit Wallenstein auf der traditionellen Drei-Königswanderung

Diesmal ging es mal in eine Region, die für uns bisher kaum als Wanderziel ausgewählt worden war. Nachdem Klaus einige Tourenvorschläge ausgesucht hatte, wählten wir den Wallenstein-Wanderweg bei Altdorf aus, eine Rundwanderung von ca. 9 km. Die Beschreibung und die Fotos im Internet versprachen viel. Es ist ja immer gar nicht so einfach, für eine so große Gruppe eine geeignete Wanderung zu finden: die Länge muss passen, es soll eine Rundwanderung sein, denn man sollte ja wieder zu den Autos oder zum Bahnhof zurück kommen, die Landschaft und der Weg sollen was hergeben und vor allen Dingen muss der Gasthof die große Gruppe unterbringen und eine gute Küche bieten.

Zum guten Gelingen der Wanderung braucht es natürlich eine gute Vorbereitung. Ohne die Unterstützung von Klaus, Franz und Anderen ist das kaum möglich. Einige Male wurde die Tour vorgelaufen um Unsicherheiten vorzubeugen.

Schließlich waren wir 42, die sich nicht vom Wetterbericht  abschrecken ließen. Wie üblich, trafen wir im Gasthaus, um uns erst mal mit Lamm, Schwein, Fisch oder vegetarisch zu stärken. Ein kurzer Beitrag zur Geschichte von Wallenstein und der Katastrophe des 30jährigen Krieges erklärte den geschichtlichen Hintergrund von Wallenstein in Altdorf und seiner Rolle in dieser Zeit.

Dann ging’s los auf historischen Spuren über den ehemaligen Steinbruch „Löwengrube“, mit dessen Steinen die Universität in Altdorf gebaut wurde, in der auch Wallenstein ein paar Monate studierte (bis er wegen ungebührlichen  Benehmens rausflog), weiter zur Prethalmühle  aus dem 17. Jahrhundert, entlang an der Schwarzach, über  einen Anstieg durch den Wald hinauf zur Burg Grünsberg. Ein Teil von uns querte dabei abenteuerlich auch einen „hochwasserführenden“ Bachlauf, während der andere Teil der Gruppe einen „Ausweg“ suchte. In Grünsberg teilte sich nun die Gruppe  wie geplant. Der eine Teil ließ sich trotz Warnung vor dem zu erwarteten Matsch nicht abhalten, den Weg durch die für unsere Gegend einmalig romantische „Teufelsschlucht“ zu balancieren, der andere Teil nahm den Weg oberhalb der Schlucht trockenen Fußes , um uns schließlich an der „Teufelskirche“ wieder zu vereinigen. Franz zog seinen Berühmten Schlehenschnaps  aus dem Rucksack, auch „Willi“ und Waldfrüchtelikör war zur Belohnung und Aufwärmen geboten. Nach dem Umtrunk ging es über freie Felder zurück nach Altdorf, natürlich nicht, ohne den Tag noch mit einem Cappuccino und einem Stück leckeren Kuchen abzuschließen.

Trotz Ankündigung traf uns kein einziger Regentropfen!!!

Wieder einmal stellten wir fest, es gibt kein schlechtes Wetter, höchstens dreckige Schuhe. Alle machten den Eindruck, dass es ein schöner Tag war, auch ohne Sonne!

Jahresprogramm 2019 der NaturFreunde-Erlebnis-Akademie

2. Auflage NATURFREUNDE-ERLEBNIS-AKADEMIE Jahresprogramm 2019
Das neue Jahresprogramm 2019 der NaturFreunde-Erlebnis-Akademie liegt bereit. Auch in der zweiten Ausgabe bieten wir Dir wieder überregionale Lehrmaßnahmen sowie Freizeit- und Mitmachangebote im erlebnis- orientieren Bereich an. Natursport und Klimaschutz werden bei uns großgeschrieben. Ob bei Natur- und Breitensport, Camps, Kultur, Natur- und Umweltschutz, Stärkenberatung, Seminare oder Freizeitangeboten für Kinder/Jugendliche und Erwachsene, bestimmt findest auch Du das geeignete Angebot im Heft.
https://www.naturfreunde-bayern.de/…/nea_broschuere_2019_0.…