Archiv der Kategorie: Berichte

Paddeln mit Kind und Kegel

Am 10. Juli 2021 war die Ortsgruppe mit Kind und Kegel im Pegnitztal unterwegs.

Das Wetter hat uns Mut gemacht! Von Rupprechtstegen bis Düsselbach erkundeten wir den, hier oben noch sehr natürlichen Flusslauf. 4 Stunden waren wir im Boot. Manchen Eltern zog es dann doch ein bisschen in den Armen. Die Rastplätze sind super ausgestattet. Und trotz Spritzschlachten und Algenbomben haben alle glücklich überlebt.

Die Strecke ist ideal für Anfänger und ein herrliches Naturerlebnis!

Bis zum nächsten Mal!!

Herbstbiken von Latsch bis Pommelsbrunn

Drei mal ging die NF Mountainbikegruppe im Herbst auf Tour! Und das natürlich unter den bekannten Covid 19 Rahmenbedinungen. Aber wohin hat es die Naturfreund*innen auf dem Mountainbike gezogen? Ganz klar, zu feinen Trails in schöner Landschaft! Und das ganze solidarisch und gemeinsam!

Zuerst ins Vinschgau

Latsch im Vinschgau ist seid zig Jahren einer der MTB Hotspots in Europa! Und wer einmal die traumhaften Trails am Sonnenberg erlebt hat, weiß warum! So zog es am 1. Oktober Wochenenende 14 Mountainbike- Enthusiasten um ein gemeinsames und solidarisches Trailvergnügen zu haben.

Klassisch Mountainbiken im Ellertal

Mit Wolfi unterwegs im Ellertal.

Lagerfeuer, die Trails der Fränkische Schweiz und mit Bus und Bahn auf Tour, das war das Programm der 8 Mountainbiker*innen, die mit Wolfi im Ellertal auf Tour gingen. Die Landschaft und das wunderbare Lagerfeuer waren die super Highlight des wunderbaren Wochenendes!

Zum vierten mal ins Nürnberger Land

Lecker Essen beim ersten Trail Wochenende.

Sehr schön und zum dritten mal war die MTB Gruppe im Naturfreundehaus Pommelsbrunn am Naturschutzgebiet Wied in Pommelsbrunn/ Nürnberger Land (ein mal waren wir in Thalheim). Warum zieht es uns immer dahin? Das sind die richtig guten felsigen Trails, die gute ÖPNV Erreichbarkeit und natürlich das tolle NF Haus in Pommelsbrunn! Dabei ist nicht nur der Sonnenaufgang ein Traum, auch die Grillstelle und die Schlafräume sind wirklich gut. Dieses Jahr hatten wir dazu Foodsharing Lebensmittel mit dabei, was lecker Essen bedeutete. So konnten wir mit 10 aktiven Biker*innen auf Tour gehen, gemeinsam Kochen und aktiv das Wochenende erleben.

Solidarisch und nachhaltig unterwegs

Mit der Bahn im VGN auf Tour.


Bei den Mountainbike Touren sind wir gemeinsam und solidarisch unterwegs. Also, wir machen das Ganze arbeitsteilig, Kochen gemeinsam und die Kursgebühr richtet sich nach den Möglichkeiten der Leute. Dazu sind die Touren mit den Öffis zu erreichen.

DANKE!!!!!
Danke allen die mitgemacht haben und solch tolle Erlebnisse ermöglichen!

Ausflug nach Soos/ Tschechien 16.2.2020

Blubb blubblubb! Die Mofetten im Naturschutzgebiet sprudeln vor sich hin und spucken CO2 und manchmal auch H2S aus. Dieter erklärt uns dieses vulkanische Phänomen, wir kosten das Heilwasser (schmeckt scheußlich). Hier kann man eine Mofette sprudeln sehen!

Nach dem Rundweg durch die Moorlandschaft – immer auf Bohlen über dem Schlanmm – tafeln wir dann auf Burg Wildstein ( Hrad Vildstejn ) Wildschwein, Hirsch und Forelle. So lässt es sich leben! Danke, Dieter für die tolle Exkursion!

Winter-Trails, Nebel- Panorama und Sonnen Abschluss

Wunderbarer Winternebel, einige rutschige Trails auf der Frankenalb und ein “vernebeltes” Panorama auf der Burg Hohenstein: Die MTB Gruppe der Naturfreunde startete am 21.12. auf Trail- Tour von Rupprechtstegen bis nach Schnaittach. Auf 22 km erlebten wir die typische Frankenalb Landschaft mit mystischen Felsen und einer ausgiebigen Einkehr im fränkischen Gasthof in Morsbrunn. Dabei war die Burg Hohenstein von Nebel umhüllt, das Ankatal schön mystisch und der “slicky” Enzenreuth Trail pures MTB Natur Vergnügen.  Klimafreundlich und bequem war die An- und Abreise mit der Bahn. Das gute dabei, jeder konnte Zu- und Aussteigen wie es passte, Start- und Zielorte waren gut zu erreichen und eine klimafreundliche Mobilität passt zu den Naturfreund*innen. Also, insgesamt eine schöne Sache mit 8 Mountainbiker*innen. Gerne wieder.

Gletscher- und Eiskurs Stubaital

Letztes Wochenende brachen 15 Berg- und Naturfreunde auf, um die höchsten Gipfel der Stubaier Alpen zu besteigen. Am Freitag stand die Anreise und der Aufstieg zur Nürnberger Hütte an. Diese erste Hürde (Ferienbeginn in mehreren Bundesländern/Arbeit/etc.) bewerkstelligten alle Teilnehmer erfolgreich, so dass kurz nach Mitternacht die Truppe vollständig war. So konnten wir Samstagfrüh – mehr oder weniger erholt – unsere Tour starten. Von der Nürnberger Hütte stiegen wir bei schönstem Wetter auf zum Wilden Freiger, 3418 m ü. A. Nach einer kleinen Rast bei bester Sicht am Gipfel, machten wir uns auf zum Abstieg zur Müllerhütte. Nach ein wenig Kraxelei am Grat, erreichten wir den Übeltalferner, welcher der größte Gletscher der Stubaier Alpen ist und seilten uns das erste Mal an. Da wir super in der Zeit lagen, wurde noch die Spaltenbergung mittels Mannschaftszug in der 5er-Seilschaft und in der 3er-Seilschaft gezeigt und erklärt. Anschließend stiegen wir die letzten Meter zur wunderschön gelegenen Müllerhütte erst ab und am Ende noch auf und erreichten diese bereits am frühen Nachmittag. Nach einem kleinen Begrüßungsschnaps, welcher uns vom Wirt pesönlich serviert wurde, wurden die Reserven mit leckerem Kaiserschmarrn, Kaffee und heißer Schoki wieder aufgefüllt. Die ungewöhnlich lange Zeit auf der Hütte wurde anschließend von einigen für einen kleinen Mittagsschlaf genutzt, während der Rest die Spielesammlung plünderte. Nach dem leckeren Abendessen wurde die Tour für den nächsten Tag besprochen und die Rucksäcke fertig gepackt. Da am Sonntag ab Mittag Regen gemeldet war, wollten wir möglichst früh aufbrechen. Von dieser Idee war der Hüttenwirt nur leider schwer zu begeistern. Letztendlich konnten wir ihn jedoch dazu überreden für uns um 5:00 Uhr Thermofrühstück zu machen. Wie sich am nächsten Tag zeigte, zahlte sich die „Early-Bird-Taktik“ wieder einmal aus..

Am Sonntag um 5:30 Uhr brachen wir somit im dichten Nebel auf zum Wilden Pfaff, 3456 m ü. A. und zum Zuckerhütl, 3507 m ü. A. Der Nebel verlieh der schönen Kletterei über den Ostgrat eine gar magische Stimmung und machte die Tour zu einem Abenteuer, so dass man den fehlenden Ausblick verschmerzen konnte und der ein oder die andere wahrscheinlich froh war nicht in die Tiefe blicken zu müssen. Bereits um kurz nach 7:00 Uhr standen wir dann auf dem ersten Gipfel. Nach einer kurzen Pause ging es auch direkt weiter zu Gipfel Nr. 2, den wir noch vor 9:00 Uhr erreichten. Als wir die letzten Höhenmeter zum Zuckerhütl erkletterten, riss das Nebelmeer plötzlich auf, so dass wir bei unserer Rast am Gipfel das wunderbare Bergpanorama genießen konnten. Als wir uns dann an den Abstieg machten, zog der Nebel wieder auf und hüllte uns in gespenstisches Weiß. Hier zeigte sich folglich zum ersten Mal, dass unser Zeitmanagement „on point“ war. Wir meisterten noch den langen Abstieg über Schneefelder, Gletscher und Geröll zur Dresdner Hütte. Hier teilten wir uns in eine gemütliche Gruppe und in eine schnellere Gruppe, welche bereits die Autos holte, auf. Beide Gruppen schafften es noch trockenen Fußes die letzten Höhenmeter bis zur Talbahnstation der Eisgratbahn abzusteigen. Kurz nachdem wir den Parkplatz erreichten, begann es wie aus Eimern zu schütten. Dies war das zweite Mal, dass wir merkten, dass unser Zeitmanagement an diesem Tag optimal war.

Nachdem wir die Ausrüstung in den Autos verstaut hatte, machten wir uns auf einen Gasthof zu suchen, um uns vor der Heimfahrt nochmal zu stärken. Wie sich zeigte, war dies die schwierigste Herausforderung des Wochenendes. Nach einigen Missverständnissen schafften wir es trotzdem noch den Kurs bei einem leckerem Essen abzuschließen.

Vielen Dank an die Trainer Anke und Franz für die Tourenplanung und dieses wunderschöne Wochenende!

Berg frei!

Caro

Alpinkletterkurs bei Innsbruck

Am Wochenende vom 17. – 19.05.2019 war es wieder soweit, der jährliche Alpinkletterkurs des Fachbereichs Bergsport der Naturfreunde Nürnberg-Mitte stand an. Leider hat uns das Wetter ein bisschen im Stich gelassen, so dass es zunächst so aussah als würde der Kurs aufgrund der massiven Alt- und auch Neuschneemengen und der schlecht gemeldeten Wetterlage ins Wasser fallen müssen. Die Kursleiter Franz und Anke setzen jedoch alle Hebel in Bewegung und fanden mit der Martinswand bei Innsbruck eine tolle Alternative, so dass – zu unser aller Freude – der Kurs doch noch stattfinden konnte. Am Ende war es dann zwar eher ein Plaisirkletter- als ein Alpinkletterkurs, aber das tat dem Tatendrang und der Lernbereitschaft der Mehrseillängenaspiranten keinerlei Abbruch.

Wir trafen uns Freitagabend in einer schnuckeligen Pension in Leutasch. Nachdem wir uns beim örtlichen Italiener gestärkt hatten, wurden bis spät abends die Routen für den kommenden Tag ausgesucht, die Seilschaften festgelegt, Standplatzbau und Sicherungstechnik nochmals in Theorie besprochen und die Rucksäcke gepackt. Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, ging es dann endlich an die Wand. Wunderschönes Plaisirklettern! Nach einer kurzen Mittagspause bei Sonnenschein und bester Aussicht, stiegen einige von uns, die nicht genug bekommen konnten, nochmals in die Wand ein. Anschließend statteten einige dem örtlichen Schwimmband noch einen Besuch ab, während die anderen die letzten Sonnenstrahlen bei einem Radler genossen. Danach wurde sich wieder mit Pasta und Pizza gestärkt und mit einem Schnaps aufs Haus klang der Abend aus. Am Sonntagmorgen startete der Tag für zwei Verrückte um 5:30 Uhr mit einem 10 km Lauf, für uns anderen Langschläfer um 7 Uhr mit einem leckeren Frühstück. Danach ging es wieder an die Martinswand und alle Teilnehmer, die sich psychisch und physisch fit genug fühlten, konnten ihre ersten Seillängen vorsteigen: #frauenundmännerindenvorstieg. Wie der Wetterexperte Franz prophezeite hielt das Wetter und wir konnten auch am Nachmittag noch einige Seillängen klettern.

Zusammenfassend ist zu sagen, es war ein „Wochenende wie ein Urlaub“. Wir haben alle viel gelernt, und zwar nicht nur hinsichtlich Standplatzbau, alpiner Sicherungstechnik und Klettertechnik, sondern auch, dass man um 21 Uhr noch keinen „Schnitt“ bestellen darf und dass Muschelsaison in allen Monaten, die mit dem Buchstaben „R“ enden, ist.

Vielen Dank an die Trainer Anke und Franz für dieses lehrreiche, lustige und wunderschöne Wochenende. Wir freuen uns alle schon auf nächstes Jahr!

Berg frei!

Skitourentage Bregenzer Wald

Aktuell ist es zwar bereits etwas spät zum Skitourengehen, zumindest in unseren Breitengraden, aber vielleicht ist dem ein oder anderen ja sowieso etwas zu warm und man hat Lust auf eine Abkühlung. Zumindest beim Schmökern kann man sich ja gedanklich etwas abkühlen. Für alle die Lust auf eine Erfrischung haben, gibt es hier noch eine kurze Zusammenfassung über unsere Skitourentage im Januar.


Wir verbrachten wir zum zweiten Mal ein verlängertes Wochenende im Bregenzer Wald. In diesem etwas versteckt gelegenen Teil Österreichs geht es noch etwas ruhiger zu, gleichwohl bietet die Gegend oft legendäre Schneemengen und landschaftlich abwechslungsreiche Höhepunkte.

Am Anfahrtstag machten wir bei schlechtem Wetter noch eine Tour auf die im nördlichen Teil gelegene Winterstaude.

Nach Ende des Schneefalls am nächsten Morgen konnten wir bei strahlendem Sonnenschein eine tolle Tour über das Häfnerjoch auf die Güntlespitze und traumhafter Abfahrt im Pulverschnee zurück nach Schoppernau unternehmen.

Leider wurde es zunehmend warm und die Gefahr unberechenbarer Gleitschneelawinen nahm noch mehr zu. Deshalb war am nächsten Tourentag eine defensive Routenwahl angesagt und der Hirschberg, ein Gipfel im aufgelassenen Skigebiet, das Tourenziel war. Die nasse Schneedecke erschwerte den Aufstieg sehr und nach eingeschränktem Abfahrtsgenuss freuten wir uns alle auf den Einkehrschwung und den anschließenden Saunabesuch.

Auch am letzten Tourentag war es weiterhin recht mild und wir wählten mit Damüls einen hoch gelegenen Ausgangsort. Den steilen Gipfel des Glatthorns erreichten wir bei den großen Neuschneemengen nicht, aber wider Erwarten fanden wir nordseitig schönen Pulverschnee in unverspurtem Gelände und stiegen, weil es so schön war, gleich nochmal auf, um die Abfahrt zu wiederholen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es einige abwechslungsreiche Tourentage waren, die Lust auf den nächsten Besuch diesen reizvollen Teil Vorarlbergs machten.

Pottenstein: Tourismus und Zwangsarbeit

Am Samstag, den 2. März trafen sich 28 NaturfreundInnen in Pottenstein mit dem Buchautor Peter Engelbrecht zu der Veranstaltung „Tourismus und Zwangsarbeit“. In Pottenstein waren während der NS-Zeit um die 700 KZ-Insassen an verschiedenen Bauprojekten eingesetzt worden. Bis heute ist im Stadtbild Pottensteins kaum ein sichtbares Zeichen zu diesem prägenden Abschnitt in der Geschichte des Ortes zu sehen.
Von bizarren Felsformationen umgeben ist die pittoreske Ortschaft Pottenstein eines der touristischen Zentren der Fränkischen Schweiz. Mit der Teufelshöhle, dem Schöngrundsee, einer Sommerrodelbahn, dem Felsenbad und Klettergärten wird den dreihunderttausend Gästen im Jahr einiges geboten.
Von Oktober 1942 bis Kriegsende existierte mitten im Ortskern ein Konzentrationslager. Die Häftlinge waren bei der Gestaltung einiger Tourismusattraktionen direkt beteiligt. Vor der sogenannten Magerscheune startet die Führung zum Thema „Tourismus und Zwangsarbeit“. Direkt an der Püttlach gelegen wirkt das Fachwerkhaus höchstens durch seinen unpassenden Anbau einer Fabrikhalle mit Flachdach etwas ungewöhnlich. Ansonsten schmiegt sich das Gebäude unauffällig in das alte Ortsbild. Peter Engelbrecht, Autor des Buches „Touristenidylle und KZ-Grauen, Vergangenheitsbewältigung in Pottenstein“ beginnt die Führung mit einem kurzen Input über die Verhältnisse im Lager und auf den Baustellen. Danach hält die Gruppe bei einer Schweigeminute inne. Vor der Scheune legt die Gruppe eine Gesteckt mit der Aufschrift „Zur Erinnerung an die Opfer von Faschismus und Zwangsarbeit“ nieder. „Von hier aus liefen die Häftlinge jeden Tag über die Hauptstraße zu ihrer Arbeit“, sagt Engelbrecht. Die Gruppe geht den selben Weg zu dem von den Häftlingen geschaffenen Schöngrundsee, heute eine der touristischen Attraktionen Pottensteins. Der See wird von der Gemeinde verpachtet und mit Tretbooten
befahren. Die Häftlinge aus dem KZ-Floßenbürg wurden nach Pottenstein gebracht, um dort verschiedene Bauprojekte, vor allem für die SS-Einheit Karstwehr, zu verwirklichen. Das Karstwehrbattalion war eine Spezialeinheit zur Partisanenbekämpfung. Sie wurde in Italien und Slowenien eingesetzt, also in Ländern mit einer ähnlichen Topographie wie in der Fränkischen Schweiz. Deswegen bot sich Pottenstein mit seinen vielen Felsen und Höhlen als Trainingslager und Stützpunkt der Terrortruppe an. Der Erschließer der Teufelshöhle, SS-Standartenführer Dr. Brand brachte seine SS-Einheit und die KZ-Insassen nach Pottenstein. Der Schöngrundsee wurde als Trainingsgelände für die SS-Männer geplant und aufgestaut. Heute spiegelt er im Talgrund den Hang des Bernitz, auf dem sich das Barackenlager der Karstwehr befand und wirkt wie die meisten Seen: schön, nass und unschuldig. Die Straße entlang des Sees, eine Straße auf das Hochplateau des Bernitz und oben dann das Barackenlager wurden unter unmenschlichen Bedingungen von den KZ-Insassen geschaffen. Die Zwangsarbeiter wurden von der SS an Firmen vermietet. Zwischen drei und sechs Reichsmark kostete ein Tag Arbeitskraft. Der Konflikt zwischen Reichssicherheitshauptamt, das die Vernichtung der KZ- Insassen vorantreiben wollte, und dem Rüstungsministerium, das aus den Menschen möglichst viel an Arbeit heraus pressen wollte mündete in dem zynischen Kompromiss „Vernichtung durch Arbeit“. So starben in dem KZ Hersbruck fast die Hälfte der zur Arbeit gezwungenen Menschen (ca. 4.000). In
Pottenstein selbst kamen neun Menschen ums Leben, nach Rücktransporten nach Flossenbürg zwischen ein-und zweihundert.
Auch der Parkplatz vor der Teufelshöhle wurde von Häftlingen aufgeschüttet und planiert. Dort hing bis Anfang der neunziger Jahre eine Tafel zur Erinnerung an Standartenführer Dr. Brand. Der Vertraute von Himmler wurde mit den Worten: „Dem Erforscher und Erschließer der Teufelshöhle und unermüdlichen Förderers des Fremdenverkehrs der Fränkischen Schweiz in Verehrung und Dankbarkeit – Die Stadt Pottenstein“ gewürdigt, bis die Tafel von engagierten Unbekannten entfernt wurde. „Es ist kaum zu glauben, dass nirgends auch nur ein Hinweis auf die Häftlinge und das KZ zu sehen ist. Aber irgendwie auch typisch für die Aufarbeitung deutscher Geschichte.“, sagt eine Teilnehmerin. Am Friedhof gibt es eine Tafel zur Erinnerung an die KZ-Insassen und zu Ehren der Menschlichkeit der Pottensteiner Bevölkerung. Dort hängt auf Grund von gesetzlichen Richtlinien auch eine Ehrentafel für
Ehrenbürger Hans Dippold, Bürgermeister für die NSDAP. Dippold wurde nach der NS-Zeit mehrere Male wiedergewählt. 2020 soll in der Magerscheune eine Erinnerungs- und Informationsstätte über das Konzentrationslager errichtet werden. „Über die Mechanismen von Entmenschlichung und Ausbeutung aufzuklären ist für die Naturfreunde eine Grundvoraussetzung, um ähnliches in Zukunft und Gegenwart zu verhindern.“, sagt einer der Veranstalter zum Abschluss.

Rollentraining 2018

„Naturfreunde bewegen“ ist das derzeitige Motto des Verbandes und wie es in der Realität zum Tragen kommt, hat sich in der Vorgeschichte des diesjährigen Rollentrainings gezeigt. Über den Klettersport konnten wir Kontakt zum Post SV Hallenbad knüpfen, in dem das erste Rollentraining der Naturfreunde Nürnberg Mitte stattfinden konnte. Wir sind sehr glücklich über diese Möglichkeit und bedanken uns auf diesem Weg sehr herzlich.

Wie groß das Interesse in der Ortsgruppe war, zeigt die enorme Teilnehmerzahl.  Mit 8 Booten und 16 Naturfreunden war das Becken voll.

Die Erfolge werden nächstes Jahr zum Saisonstart auf dem Fluss gefeiert!!

Bis bald

Euer Philipp