Archiv der Kategorie: Berichte

4.12. Wandern auf der Houbirg

Trüber Tag – trotzdem tolle Tour! Zu siebt trafen wir uns zur Sonntagswanderung Pommelsbrunn – Houbirg -Happurg. Womit wir nicht gerechnet hatten: 1000 Menschen (es waren wirklich exakt soviele, die Veranstaltung war nämlich ausgebucht) befanden sich auf dem „Mountain-Man“, einem internationalen Hiking-Ereignis. Aber das hat uns nicht gestört, im Gegenteil. Unser Weg war kurz, gerade mal 8,5 km, hatte es aber durchaus in sich. Hier ist unsere Tour: https://www.komoot.de/tour/980509402 .

Die Höhepunkte: Die alten Keltenburg („Oppidum“) auf der Houbirg und der „Hohle Fels“ – allerdings gingen wir nicht zur prähistorischen Höhle (zu glitschig), sondern machten es uns auf seinem Dach bequem und genossen den weiten Blick und unsere Rucksackverpflegung. Die Mountain-Mans kamen auch vorbei und wir tauschten Plätzchen. Reizvoll auch der Abstieg durch das „Steinerne Gaßl“ mit wundervollen Aussichtspunkten (s. Bild). In Happurg gab’s Kaffee und Torte beim Café Ruff. Und was für Torten! Fröhlich ging es mit der S-Bahn nach Nürnberg zurück.

Herbstfarbenrausch im Altmühltal

7 Leute beim Genußwandern am Sola-Felsen

Am 13. November war es wieder soweit: Sehr spontan haben wir uns entschlossen, die vielleicht letzten farbenfrohen Tage im Altmühltal zu genießen. Der Zug brachte uns in einer Stunde nach Solnhofen. Kurzer Kultur-Abstecher zur karolingischen (!) Sola-Basilika in Solnhofen, die Ausgrabungsstätte liegt ja praktisch am Weg. Und dann ging es am Hang entlang und an der Altmühl, Wolfgang führte, meist auf bequemen Wegen. Querwaldein hat dann aber auch Spass gemacht! Es ging am Hang entlang und dann an und über die Altmühl:

… mit Blick auf die Trockenhänge

… und schließlich nach Pappenheim. Dort gab es ein ordentliches Mittagessen – und dann sahen wir uns die Burg von außen an:

Der Weg zum Bahnhof Pappenheim über die Weidenkirche zeigte dann noch eine andere Seite des Herbstes:

Es war ein wunderschöner Tag unds eine sehr angenehme Gruppe! Fazit: Öfters mal genußwandern „u10“: 10 km sind nicht viel, machen aber viel Vergnügen, wenn der Weg stimmt!

Ausflug Schweinfurt 28.8.

Am 28.8. waren wir, unsere Kultur- und Wandergruppe, in Schweinfurt. Dagmar und Thomas von den Schweinfurter Naturfreunden holten uns vom Hbf ab und zeigten uns idyllische Plätzchen und alte Gässchen – das hätten wir in der Industreistadt so nicht vermutet. Und wie schön der Main schimmert!

Natürlich hörten wir auch einiges über die Industriegeschichte. Das sind nicht nur die Kugellagerfabriken und die Automobiltechnik! Wisst Ihr, wieviele Fahrradmarken heute aus Schweinfurt kommen?

Der Höhepunkt war dann aber die Ausstellung „Moderne Zeiten“ im Museum Georg Schäfer , wo wir eine Führung genossen.

Der Ausflug klang aus unter alten Kastanien im Biergarten des Naturfreundehauses. dann gings nach Hause – mit dem 9-Euro-Ticket.

Kaparten Cross: MTB Tour durch die rumänischen Berge

Im Semenic Gebirge

Tiefe, wilde Wälder, weite Landschaften und 30 Jahre Kapitalismus – das haben wir, die 5 Naturfreundinnen Eva, Johanna, Ralf, und Reinhard, bei der 8 Tages MTB-Tour entdeckt. Unsere Tour führte durch das tief bewaldete Semenic Gebirge und das felsige Rezetat. Vier Tage guidet uns Catalin, ein rumänischer MTB Guide und absoluter Kenner der Region! 

Was ging ab?

Land entdecken, MTB Trails shreedern und schauen, was die Leute umtreibt – das haben wir gemacht. Dabei starteten wir in Caransebes und fuhren in einer riesigen Schleife nach Deva. MTB- Highlight waren die Trails im Semenic. Catalin, unser Guide, baut hier unzählige “natural” Trails mit kleinen Drops und Anliegern. Das war schon super. Übernachtet haben wir ganz unterschiedlich – vom einsamen Haus mitten im Wald bis zu einer “Glamping” Nacht war alles dabei. Kulinarisch wurden wir bestens versorgt und hatten frisches Gemüse, Käse und verschiedenstes Fleisch. Lecker wars! 

Die Tour

Unsere Tour folgte lange dem Wander- und MTB Weg “Traskapartia”. Das war eine Mischung aus Trails, Forstwegen und kleinen Straßen.

Wenn ihr genau wissen wollt, wo es lang ging, schaut in die Komoot- Colection (ein kurzes Stück fehlt da ;-).

Stopp- Over Wien…

Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, Wien by bike. Und das haben wir dann auch gemacht, eine unkoordinierte, planlose und kurzweilige Radtour durch Wien. Mit Besuch des Lastenrad- Ladens, eine Strauß (oder Mozart?) Statur und das genussvolle Essen in einem Biergarten. Ach ja, und Wiener Cafe gab’s auch!

Mit Bahn & Bike auf den Balkan

Mit dem Dacia-Express in die Kaparten, mehr Abenteuer- Romantik kann eine Anreise nicht haben! Der Nachtzug fährt täglich von Wien nach Bukarest und ist der Zug für eine Rumänien- Urlaub. 

Wir sind über Wien mit einem bzw. zwei Umsteigen zum Ausgangspunkt der Tour „mitgefahren“. Bis Wien wurden die Fahrräder im IC bzw. ICE in den Fahrradstellplätzen mitgenommen. Im Dacia Express wurden aus den Fahrrädern Gepäckstücke. Das bedeutet, Räder demontieren, alles verpacken und als Traglast mitnehmen. Damit alles seinen Platz hat, haben wir im Nachtzug ein 6er Abteil mit vier Personen und vier Rädern belegt. Das klappte gut. 

32 Jahre „Transformation“ zum Kapitalismus – wie sieht das aus?

In Rumänien herrscht eine harte Armut mit einer entsprechenden Reichtums- Verteilung. Dabei arbeiten ca. 4,5 Millionen Rumäninnen und Rumänen im Ausland, um ein Auskommen zu haben. Dabei sind es oft Jobs als Krankenpflegerin, Lastwagenfahrer oder Reinigungsfachkraft im klassischen Niedriglohnsektor.
Einen Einblick verschafft der Gegenstandpunkt Artikel aus dem Jahr 2019.

Fazit

Die Kaparten in Rumänien sind ein wunderbares Reiseziel und eine ganz tolle Outdoor-Region! Pure Natur, warmherzige Menschen und die gute Bahnanbindung ermöglichen echt tolle Abenteuer Touren. Es lohnt sich, das Land zu entdecken.

Danke Cati für die tolle Tour!

Catalin, unser Guide aus Rumänien

In Rumänien gibt es zwei Naturfreunde Häuser.

Ausflug Regensburg 31.7.

15 waren wir, unterwegs mit dem 9Euro-Ticket in die Hauptstadt der Oberpfalz locken! Naturfreund Klaus-Dieter Groß (intern: „unser Vereins-Historiker“) führt uns durch den Grüngürtel der Stadt, dorthin, wo man normalerweise nicht hinkommt, wenn man nur den Dom und die Donau anstrebt. Wir hören viel Sozialgeschichte, fragen auch viel. Zum Schluss sitzen wir in einem wunderbaren Biergarten… auch hier weiß Dieter natürlich Näheres… Zum Schluss? Die Mehrheit (die, die nicht fussballnarrisch sind! ) möchte noch weitermachen, und Dieter ist bereit, auch eine zweite, nicht abgesprochene Stadtführung anzuschließen: Wir zielen auf das Herz der Innenstadt! Dieter zeigt uns Orte der Naturfreunde und des Widerstands gegen die Nazis (Neupfarrplatz) – aber auch wunderbares Regensburger Rokoko (St. Kassian)!

Ein reicher Tag! Danke

Endlich wieder Slovenien

Sehnsucht nach Kanu-Rolle, Mountainbiken auf den Stol oder das erste Mal Klettern am Fels? Nach drei Jahren Corona-Abstinenz sind 150 NaturfreundInnen endlich wieder nach dem Campingplatz Sobec an der wunderbaren Sava Dolinka getourt, um gemeinsam die beliebte “Outdoor-Freizeit Slowenien” zu erleben. 

Was ging ab?

Kajak-, Kanadier-, Mountainbike-, Kletter-, Wander-, Canyoning- oder Bergtouren – es ging richtig ab: durch Flüsse oder über Trails durch das grüne Slowenien. Dabei gab es Angebote für EinsteigerInnen oder ExpertInnnen, für Kinder und Erwachsene, es gab wieder Neues auszuprobieren und zu erleben bei einem der vielen Kurse und Touren. 15 TrainerInnen haben ihr ganzes Wissen und Können weitergegeben und ein super Programm auf Beine, Räder und in Kajaks gestellt! Dabei ging es hoch hinaus und durch den “Fensterweg auf den Prijonik“, cool und nass rutschte man beim Canyoning durch einige Schluchten, flowig und ruppig ging es mit dem MTB den „Nivce-Trail“ runter. Insgesamt wurden mehr als 35 Angebote durchgeführt. 

Mountainbiken auf dem Nivce Trail.

Und mehr! Viele haben sich auch selbst organisiert und Angebote für alle ermöglicht: Frühsport, Handstand-Training, gemütliche Radeltouren nach Bled oder eine Wanderung in die Plovjenko-Schlucht – denn die Slowenien-Freizeit der Naturfreunde lebt von den Aktivitäten aller TeilnehmerInnen!

Jeden Abend um 20 Uhr findet im großen Kreis das “Powwow” statt. Hier wird besprochen, was am nächsten Tag stattfindet –  bestens moderiert von Franz.

Handstand-Training am Naturfreunde-Zelt

Und noch mehr!

Politische Diskussionen, Besuche von Gedenkstätten des slowenischen Widerstandes im 2. Weltkrieg, Zugfahrt in die Hauptstadt Ljubljana, Yoga, Kochen, Schwimmen im kristallklaren Badesee am Platz und Nixttun: auch das fehlte nicht im Camp. Das Naturfreunde-Zelt ist der Mittelpunkt und Treffpunkt für  Austausch untereinander und Lagerstätte des Outdoor-Equipments, das jedem zur Verfügung gestellt wird. Gekocht wurde in Gruppen. So ist die VolXküche um Jakob, Lorenz, Christl und Ines mit fast 50 “MitesserInnen” inzwischen legendär. Hier wurde von Uli erstmalig ein lokaler Lieferdienst engagiert, um mit frischen Produkten (Gemüse, Obst, Käse, etc.) super und regional versorgt zu werden.

Das Highlight zum Schluss: Das Abschluss-Buffet mit allen TeilnehmerInnen! Unzählige Grills, leckeres Essen, im Idealfall Lagerfeuer und ganz viel Gequatsche! Schön, so ein ellenlanger Biergartentisch mit 150 Menschen. 

Abschluss-Essen der Naturfreudne-Freizeit.

Wer ist dabei?

Eine bunte Truppe: Es gibt Teilnehmerinnen, die waren bei allen 24 (?)  Freizeiten mit dabei und es gibt Neulinge, es gibt supersportliche Outdoor- Enthusiasten und Menschen, die das erste Mal in einem Kajak sitzen und hier den ersten Kontakt mit den Naturfreunden erleben. 

Was alle verbindet? Mit anderen solidarisch und gemeinsam eine gute, naturverträgliche (Outdoor-) Zeit zu verbringen!

Gruppenbild Slovenienbfreizeit 2022
Bild: Thomas Eiselt

Wie klappt das alles?

Naja, eine Veranstaltung mit 150 TeilnehmerInnen kommt nicht ohne Geld und Organisation aus. Dabei passiert vieles, was vor Ort nicht zu sehen ist: Listen ausfüllen, Förderanträge stellen, Mails beantworten, Sportequipment besorgen, den Überblick behalten…. Nur so und mit dem freiwilligen Engagement der TrainerInnen sowie dem solidarischen Miteinander der Naturfreunde kann eine Veranstaltung mit diesen Angeboten so  und so günstig angeboten werden. Das haben Franz H., Franz R. und Philipp mit bravour gemeistert! DANKE für diesen Einsatz!

Wer macht denn die Angebote?

Beeindruckend, was jedes Jahr an Touren und Kursen in einer Woche angeboten wird und wie viele gute Trainerinnen und Trainer bock drauf haben, freiwillig Menschen ihr Wissen weiter zu geben, damit andere mehr Spaß in der Natur haben! Nur so kann diese Outdoor-Freizeit auf diesem hohen Niveau überhaupt stattfinden!  

Bergsport muss nicht Motorsport sein!

Dass Slowenien mit der Bahn gut erreichbar ist, haben einige NaturfreundInnen dieses Jahr erneut erfahren. So dauert die Fahrt 7-8 Stunden und einige Bahnreisende haben ein “Kultur & Eis”-Stoppover in Salzburg by Bike gemacht.  

Stoppover bei der Bahnanreise in Salzburg.

Danke fürs Machen!

….an das Orga-Team Franz, Philipp und Franz
…den TrainerInnen und Guides Andi, Benni, Ines, Krissi, Jakob, Jonas, Josef, Karin, Josef, Max, Uli, Ulli, Paul, Wolfgang…

Und wie sah das alles aus?

Hier haben wir jede Menge tolle Fotos von unserer Outdoor-Woche. Nur selber erleben ist schöner! 

…Ok, läuft 🙂

Text: Barbara Mühlich & Uli Büscher, Bilder: Franz Rohner, Thomas Eiselt, Uli Büscher

Pressemitteilung der NaturFreunde Deutschlands

NaturFreunde verurteilen den Überfall der russischen Regierung auf die Ukraine

Berlin, 24. Februar 2022 – Zum russischen Angriff auf die Ukraine erklärt Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:

„Die NaturFreunde Deutschlands verurteilen den Überfall der russischen Regierung auf die Ukraine in aller Härte. Wir wissen, dass es einen langen Vorlauf gibt, bei dem es verheerende Fehler auf beiden Seiten gegeben hat. Dies rechtfertigt aber keinesfalls einen militärischen Einmarsch in die Ukraine. Wladimir Putin hat sich als größenwahnsinnig erwiesen.

Die Welt hat in den letzten Jahrzehnten nicht das Konzept der Gemeinsamen Sicherheit verfolgt, welches in einer Zeit, in der Krieg das Ende aller Dinge sein kann, unabdingbar ist. In einer Zeit, in der wir vor großen sozialen und ökologischen Herausforderungen stehen, müssen die Menschen miteinander sprechen, zusammenarbeiten, gemeinsame Lösungen suchen und abrüsten. Die russischen Truppen müssen sich zurückziehen und die Waffen müssen schweigen.“

Backcountry-Tour durch das Fichtelgebirge

Panorama übers Fichtelgebirge

Auf geht’s zur „Backcountry-Tour“ ins Fichtelgebirge! Super Schneebedinungen, grandioser Wetterbericht und mit wenig Gepäck auf dem Rücken ging es in drei Tagen von Kirchenlamnitz bis nach Bischofsgrün am Fuße des Ochsenkopfes. Dazwischen machten wir 2 Nächte Stopp im schönen Naturfreundehaus Zigeunermühle. Kurz gesagt, ein schönes Micro Adventure direkt vor der Haustür mit Öffie- An- und Abreise, bei dem Eva, Johanna, Franz, Uli und Boro (Hund) auf Tour gegangen sind.

Was hatten wir vor?

Drei schöne Outdoortage im Fichtelgebirge mit selber Kochen, klimafreundlich an- und abreisen und solidarischem Preismodell. Da der Wetterbericht und die Schneebedinungen gut waren, entschieden wir uns für Langlaufski.

Highlights

Die Kombination aus Abendteuer, tolle Loipen, ein richtig schönes Naturfreundehaus und das gemeinsame Micro-Adventure, das war es auch schon, was das Wochenende ausmachte. Im Naturfreundehaus erwartete uns dabei bei der Ankunft ein warmer Kachelofen, das Risotto am Samstag war vorzüglich und Boro sorgte für reichlich Hundespaß. Dazu die entspannte An- und Abfahrt mit den Öffies sorgten für einen Urlaub vom HBF Nürnberg an.

Die Tour – wo gings lang und wie war es?

Von Kirchenlamnitz ging es von der Haltestelle „Buchberg“ über den langen Bergrücken des „Großen Waldstein (877m)“ zur Torfmoorhölle weiter über die „Hohe Heide (847)“ nach Bischofsgrün. Dabei ging es über super gespurte Loipen und durch ungespurtes Gelände. Langlauf Flow kam auf den Loipen auf, im Gelänge ging es mal spaßig, mal sehr holperig zu. Letztendlich sind wir doch alle angekommen und hatten Spaß :-).

An- und Abreise mit den Öffies

Entspannt, nachhaltig und Urlaub ab dem Bahnsteig, das sind die Gründe für die Fahrt mit dem ÖPNV. Dazu können wir so eine Streckentour machen. Wir haben dabei fast alle möglichen Verkehrsmittel benutzt: Regional-Express nach Marktredwitz, Regionalbahn nach Kirchenlamnitz-Ost, Linienbus zum Loipenstart und Anrufsammeltaxi (AST) ab Bischofsgrün.
Die Fahrzeiten lagen bei rund 2 : nach Bayreuth.

  • Wie kamen wir an die Infos?
    Für die Hinfahrt nutzten wir die Auskunft vom Bahnland Bayern, dort ist die hinterlegte Karte super und die Auskunft ist Übersichtlich. Ab Bischofsgrün nutzten wir die VGN-App, die schlank und schnell daher kommt.
  • Wie teuer waren die Fahrten?
    Hin kamen wir mit dem Bayer-Ticket (58€ für 4 Erwachsene plus 1 Hund), zurück mit dem jeweiligen VGN-Ticket (TagesTicket Plus, 21,50€ für 2 Erw./ Abo).

Und nun….

Solidarisch, mit Öffies und gemeinsam eine super Zeit haben, das funktioniert gut und ist dazu noch Klimafreundlich. Dazu ein wunderbares Naturfreundehaus, tolle Loipen und schöner Schnee – was möchten wir da noch mehr? Aus diesem Grunde wird es diese Tour auch 2022 im Programm der Naturfreunde Nürnberg Mitte geben.

Berg frei!

Uli

Skitouren Wochenende im Allgäu

Stefan Perl, unser erfahrene Trainer C für Skitouren und Alpinist aus der Ortsgruppe organisierte ein echt tolles Wochenende in den Allgäuer Alpen. Untergebracht waren wir in einer kleinen Frühstückspension in Riezlern im Kleinwalsertal, von wo aus täglich der Bus des örtlichen ÖPNV in die tollsten Skitourentäler fuhr.

Ein Teil der Gruppe reiste bereits am Donnerstagfrüh an und verbrachte einen halben Tag im Skigebiet des Ifen beim pisteln, während das Schneetreiben so langsam begann. Nach diesem Warm-up-Tag füllte ein weiterer Teilnehmer die Gruppe auf.

Am Freitag starteten vier Naturfreunde mit einer Tour auf die Güntlespitze von Baad aus . Das Wetter war bescheiden, doch die Sicht war in Ordnung. Ca. 900 hm bergauf und bergab waren genau das Richtige für den Einstieg. Besonders die letzten 50 hm waren eisig und kräftezehrend. Harscheisen sind dann manchmal doch von Vorteil… Die Abfahrt hingegen im Neuschnee entlohnte trotzdem und waghalsige Sprünge prägten die Abfahrt.

Am Freitagabend reiste ein weiterer Teilnehmer an und am Samstagmorgen schlossen sich der Gruppe noch zwei Bekannte aus dem Allgäu mit an. So führte uns der Weg durch Nebel und Schnee hinauf zur Höferspitze. Der Andrang war aufgrund des vielen Neuschnees trotz der üblen Bedingungen recht groß! Wir starteten also wieder von Baad aus, wo uns der öffentliche Bus hinbrachte und zuverlässig wieder abholte. Trotz richtig schlechter Sichtverhältnisse, schafften wir es auf den Gipfel und hatten sogar so viel Spaß im Neuschnee, dass wir noch das Kar hinauf zum Weißen Schroffen schritten und uns eine weitere Abfahrt im Tiefschnee gönnten. So machten wir an diesem Tag ca. 1.300 hm.

Nach all den Strapazen im Wind und Schnee sehnten wir uns alle nach etwas Sonne und sie sollte uns auch nicht verwehrt bleiben. Am Sonntag bot sich uns kaiserliches Wetter und wir machten uns auf zum letzten Gipfel an diesem Wochenende. Die Skitour ging auf das Grünhorn mit anschließender Abfahrt in der Sonne. Ca. 1.000 hm am letzten Tag waren völlig erfüllend, zumal die Sonne uns auch mächtig ins Schwitzen brachte. Als wir uns genug im Schnee ausgetobt und unser Gipfelfoto geschossen hatten, machten wir uns an den letzten Aufstieg, überschritten die Ochsenhofer Scharte und fuhren ab ins Schwarzwassertal. Absolut richtige Entscheidung und Tourenplanung: Den Vormittag verbrachten wir unter strahlendem Sonnenschein umgeben von einem wunderschönen Bergmassiv und genossen am Nachmittag den Schatten. Hier erwartete uns sogar noch eine richtig schöne Tiefschneeabfahrt und der Bus brachte uns vom Parkplatz des Ifen wieder zurück nach Riezlern. Dank der wirklich sehr guten Busverbidnungen ist diese Überschreitung einfach möglich und man muss keine Autos umsetzen und schont die Umwelt.