Dreimal gegen Rechts

Veranstaltungsreihe für mehr Demokratie der NaturFreunde Nürnberg-Mitte zusammen mit den Landesverbänden Bayern und Thüringen

Von Taiwan bis Thüringen: In fast 80 Staaten mit einer Bevölkerung von 4,5 Milliarden Menschen finden in diesem Jahr Wahlen statt. Kaum die Hälfte davon unter fairen Bedingungen. Das Superwahljahr 2024 könnte zum Super-Gau für die Demokratie werden – auch in Deutschland. Mit den Wahlen zum EU-Parlament, zu den Landtagen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg wird sich zeigen, ob sich die Demokratie gegen Rechtspopulismus und Autoritarismus behaupten kann. Die AfD könnte im Osten stärkste Kraft werden und eine Faschisierung der Gesellschaft auch in den alten Bundesländern vorantreiben. In Bayern haben sich bei der letzten Wahl 70 Prozent fürs rechte Lager entschieden. Auch ohne Regierungsbeteiligung spielt die AfD erfolgreich eine Antreiberrolle auf dem Weg nach rechts.

Höchste Zeit, sich mit der Rechtsentwicklung zu beschäftigen!

Diese kommt meist polternd und populistisch daher, neuerdings auch mit Traktoren. Befürchtet wird, dass Rechtsaußen nun auch die Bauernproteste kapert wie bereits in den Niederlanden. Rechte Ideologien kommen aber auch leise und „ums Eck“, dort, wo wir sie nicht vermuten: z.B. im Natur- und Umweltschutz. Rechte Akteur*innen engagieren sich schon lange gegen Atomkraft und Gentechnik und propagieren das „naturgemäße“ Leben in Landkommunen. Dabei gehen sie oft eine toxische Verbindung von Esoterik, Verschwörungsdenken und rechten Ideologien ein wie zum Beispiel die völkische Siedlungsbewegung Anastasia. Aber auch Teile der Linken sprechen inzwischen von „Gemeinwerten“ statt von Klassengesellschaften und deren Abschaffung. So Sahra Wagenknecht mit ihrer Abrechnung mit „Lifestylelinken“ in ihrem Buch „Die Selbstgerechten“. Untertitel: „Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt“. Solche Tugenden werden auch von der neuen Maaßen-Partei „Werteunion“ hochgehalten. Spätestens bei der Frage, wer zur Basis von Gemeinsinn oder einer Werteunion gehört und wer nicht, zeigt sich die Anschlussfähigkeit nach ganz rechts.

Weil die Geschichte der NaturFreunde für unser Selbstverständnis zentral ist, kämpfen wir auch heute gegen Faschismus, Rassismus und völkische Ideologien.

Das kann auf vielfältige Weise erfolgen. Die Naturfreunde Nürnberg-Mitte bieten in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden Bayern und Thüringen vor dem Hintergrund der Wahlen und des befürchteten Erfolgs rechter Parteien drei Veranstaltungen zum Thema an:


Veranstaltungsreihe

Workshop: Aktiv gegen rechte Landnahme

Bei diesem Workshop von FARN geht es um die Taktik der „Kulturrevolution von rechts“, die sich auf den Weg in die Mitte der Gesellschaft gemacht hat. Die Naturfreunde haben es sich mit FARN (der Fachstelle Radikalisierungsprävention im Naturschutz) zur Aufgabe gemacht, uns für demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz zu sensibilisieren und dagegen anzugehen!

In Zusammenarbeit mit der Stärkenberatung Bayern

Wanderung zum KZ Hersbruck und den Doggerstollen Happurg

Rechte Ideologien, deren Herkunft und Kontinuität zu verstehen, gelingt nicht ohne die Beschäftigung mit unserer Geschichte.

Graveln gegen Rechts

Rechtsradikalismus ist leider präsent. Am Beispiel des südthüringischen Ortes Themar und dem neuen Stützpunktes des „Dritten Weg“ in Schweinfurt wollen wir das bei einer Fahrradtour sichtbar machen. Wie kreativer und erfolgreicher Widerstand einer Kleinstadt gegen Rechtsrock und Nazi-Aktivitäten möglich ist, erfahren wir beim „Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra“. Die Naturfreunde Thüringen liefern uns weiteren Input zum Thema.


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