Winterwanderung Hersbrucker Schweiz

Treffpunkt 10 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof. 5 Wanderlustige wollen dem tristen Wetter an diesem voraussichtlich verregneten Sonntag mutig trotzen. Der Zug fährt pünktlich los und hält 10:45 in Vorra an der Pegnitz. Erstmal gehen wir ein paar Meter an den Gleisen in die Gegenrichtung, einen dunklen, engen, feuchten Durchgang unter der Bahnlinie hindurch und hoch geht’s in den Wald. Wir gehen oberhalb der Bahnlinie einen Waldweg entlang, vorbei an moosbewachsenen verfallenen Mauerresten. Das leuchtende Grün des Mooses setzt wunderschöne Farbakzente in dem sonst doch eher tristen braunen Wald. Nach 20 Minuten erreichen wir den Ort Artelshofen. 1 mal rechts und 2 mal links und schon wieder aus dem Dorf hinaus hochwärts ins Engental. Linkerhand begleitet uns das Plätschern des kleinen Baches, welcher über Staustufen seinen Weg nach unten sucht. Petrus meint es, allen Wettervorhersagen zum Trotze, gut mit uns. Kein Regen und es ist zumindest gefühlt fast warm. Dank dem Vogelgezwitscher liegt sogar ein bisschen Frühling in der Luft. Ein Feuersalamander kreuzt unseren Weg. Für ihn ist das feuchte Millieu in diesem Tal wahrscheinlich so etwas wie das Paradies. Dieser attraktive Schwanzlurch bevorzugt von Bächen durchzogene Laubwälder. Hier ist Alles vorhanden was er braucht. Bestimmt 10 Minuten verweilen wir bei ihm und es werden einige Fotos geschossen. Ein wunderschönes Tier, welches uns durch seine Anmut eine gewisse Erfurcht abverlangt. Weiter geht’s, aus dem Wald hinaus, an Waldrändern und feuchten Wiesen vorbei, manchmal mehr Matsch als Weg. Zum Glück habe ich als Einziger meine Schuhe vorher nicht geputzt ;-). Nach ca einem Drittel unserer Wegstrecke erreichen wir die Felsengruppe „Langenstein“. Ein beliebter Kletterfelsen im Privatbesitz der Interessengemeinschaft IG Klettern. Zeit für eine kleine Teepause. Lange Zeit ist nicht zum Rasten, denn 12 Uhr mittags ist vorbei und die Ersten ziehts schon zum Einkehrschwung. Mit leichter Verspätung und knurrenden Mägen geht’s hinab in den kleinen idyllischen Ort Kleedorf direkt in das Gasthaus Zm Alten Schloss hinein. Kaum sitzen wir an unserem Tisch beginnt aussen der Nieselregen. Das opulente Mal entschädigt für jeden gegangenen Meter. Feinstes Schäuferla (offizieller Schäuferla-Tester Mick aus Fädd war sehr zufrieden), knusprig gebackener Karpfen, Schweizer Wurstsalat und lecker Torte geben wieder Energie für die letzten Kilometer. Auf der Straße vor dem Gasthaus fällt sofort positiv auf, das der Regen wieder vorbei ist. Auf geht’s, noch eine Stunde bis Hersbruck, die dann fast etwas zu kurz erscheint, da wir gerade eingegroovt sind. Für Dieter hat sich das letzte Stück auf jeden Fall gelohnt. Der Glückspilz findet 10 Euro im Wald. Um 16:30 erreichen wir den Bahnhof und sind um 17 Uhr wohlbehalten in Nürnberg.

Bis zum nächsten Mal.

Berg frei

Dirk

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