Archiv der Kategorie: Wandern

Pottenstein: Tourismus und Zwangsarbeit

Am Samstag, den 2. März trafen sich 28 NaturfreundInnen in Pottenstein mit dem Buchautor Peter Engelbrecht zu der Veranstaltung „Tourismus und Zwangsarbeit“. In Pottenstein waren während der NS-Zeit um die 700 KZ-Insassen an verschiedenen Bauprojekten eingesetzt worden. Bis heute ist im Stadtbild Pottensteins kaum ein sichtbares Zeichen zu diesem prägenden Abschnitt in der Geschichte des Ortes zu sehen.
Von bizarren Felsformationen umgeben ist die pittoreske Ortschaft Pottenstein eines der touristischen Zentren der Fränkischen Schweiz. Mit der Teufelshöhle, dem Schöngrundsee, einer Sommerrodelbahn, dem Felsenbad und Klettergärten wird den dreihunderttausend Gästen im Jahr einiges geboten.
Von Oktober 1942 bis Kriegsende existierte mitten im Ortskern ein Konzentrationslager. Die Häftlinge waren bei der Gestaltung einiger Tourismusattraktionen direkt beteiligt. Vor der sogenannten Magerscheune startet die Führung zum Thema „Tourismus und Zwangsarbeit“. Direkt an der Püttlach gelegen wirkt das Fachwerkhaus höchstens durch seinen unpassenden Anbau einer Fabrikhalle mit Flachdach etwas ungewöhnlich. Ansonsten schmiegt sich das Gebäude unauffällig in das alte Ortsbild. Peter Engelbrecht, Autor des Buches „Touristenidylle und KZ-Grauen, Vergangenheitsbewältigung in Pottenstein“ beginnt die Führung mit einem kurzen Input über die Verhältnisse im Lager und auf den Baustellen. Danach hält die Gruppe bei einer Schweigeminute inne. Vor der Scheune legt die Gruppe eine Gesteckt mit der Aufschrift „Zur Erinnerung an die Opfer von Faschismus und Zwangsarbeit“ nieder. „Von hier aus liefen die Häftlinge jeden Tag über die Hauptstraße zu ihrer Arbeit“, sagt Engelbrecht. Die Gruppe geht den selben Weg zu dem von den Häftlingen geschaffenen Schöngrundsee, heute eine der touristischen Attraktionen Pottensteins. Der See wird von der Gemeinde verpachtet und mit Tretbooten
befahren. Die Häftlinge aus dem KZ-Floßenbürg wurden nach Pottenstein gebracht, um dort verschiedene Bauprojekte, vor allem für die SS-Einheit Karstwehr, zu verwirklichen. Das Karstwehrbattalion war eine Spezialeinheit zur Partisanenbekämpfung. Sie wurde in Italien und Slowenien eingesetzt, also in Ländern mit einer ähnlichen Topographie wie in der Fränkischen Schweiz. Deswegen bot sich Pottenstein mit seinen vielen Felsen und Höhlen als Trainingslager und Stützpunkt der Terrortruppe an. Der Erschließer der Teufelshöhle, SS-Standartenführer Dr. Brand brachte seine SS-Einheit und die KZ-Insassen nach Pottenstein. Der Schöngrundsee wurde als Trainingsgelände für die SS-Männer geplant und aufgestaut. Heute spiegelt er im Talgrund den Hang des Bernitz, auf dem sich das Barackenlager der Karstwehr befand und wirkt wie die meisten Seen: schön, nass und unschuldig. Die Straße entlang des Sees, eine Straße auf das Hochplateau des Bernitz und oben dann das Barackenlager wurden unter unmenschlichen Bedingungen von den KZ-Insassen geschaffen. Die Zwangsarbeiter wurden von der SS an Firmen vermietet. Zwischen drei und sechs Reichsmark kostete ein Tag Arbeitskraft. Der Konflikt zwischen Reichssicherheitshauptamt, das die Vernichtung der KZ- Insassen vorantreiben wollte, und dem Rüstungsministerium, das aus den Menschen möglichst viel an Arbeit heraus pressen wollte mündete in dem zynischen Kompromiss „Vernichtung durch Arbeit“. So starben in dem KZ Hersbruck fast die Hälfte der zur Arbeit gezwungenen Menschen (ca. 4.000). In
Pottenstein selbst kamen neun Menschen ums Leben, nach Rücktransporten nach Flossenbürg zwischen ein-und zweihundert.
Auch der Parkplatz vor der Teufelshöhle wurde von Häftlingen aufgeschüttet und planiert. Dort hing bis Anfang der neunziger Jahre eine Tafel zur Erinnerung an Standartenführer Dr. Brand. Der Vertraute von Himmler wurde mit den Worten: „Dem Erforscher und Erschließer der Teufelshöhle und unermüdlichen Förderers des Fremdenverkehrs der Fränkischen Schweiz in Verehrung und Dankbarkeit – Die Stadt Pottenstein“ gewürdigt, bis die Tafel von engagierten Unbekannten entfernt wurde. „Es ist kaum zu glauben, dass nirgends auch nur ein Hinweis auf die Häftlinge und das KZ zu sehen ist. Aber irgendwie auch typisch für die Aufarbeitung deutscher Geschichte.“, sagt eine Teilnehmerin. Am Friedhof gibt es eine Tafel zur Erinnerung an die KZ-Insassen und zu Ehren der Menschlichkeit der Pottensteiner Bevölkerung. Dort hängt auf Grund von gesetzlichen Richtlinien auch eine Ehrentafel für
Ehrenbürger Hans Dippold, Bürgermeister für die NSDAP. Dippold wurde nach der NS-Zeit mehrere Male wiedergewählt. 2020 soll in der Magerscheune eine Erinnerungs- und Informationsstätte über das Konzentrationslager errichtet werden. „Über die Mechanismen von Entmenschlichung und Ausbeutung aufzuklären ist für die Naturfreunde eine Grundvoraussetzung, um ähnliches in Zukunft und Gegenwart zu verhindern.“, sagt einer der Veranstalter zum Abschluss.

Besuch KZ-Außenlager Hersbruck und Wanderung auf die Houbirg

  Nach einer Führung über das ehemalige KZ-Gelände in Hersbruck mit über
40 Teilnehmern legten Mitglieder der Naturfreunde Ortsgruppe Nürnberg-Mitte am Samstag einen Kranz am Eingang der Doggerstollen nieder, um an die Opfer der Zwangsarbeit unter dem Naziregime zu erinnern.

„Erschreckend ist, wie dieses Lager in der Mitte der Stadt hat existieren können“, sagt eine Teilnehmerin. „Die Menschen müssen doch das Leid, die Hinrichtungen und den täglichen Marsch der Häftlinge zur Arbeit mitbekommen haben!“ Über 40 Personen ließen sich am Samstag Vormittag in drei Gruppen vom Verein Dokumentationsstätte Konzentrationslager Hersbruck über das Gelände zwischen Finanzamt, Fackelmanntherme und Amberger Straße führen, auf dem zwischen 1944 und
1945 9.000 Menschen interniert waren.
Auf dem Gelände nahe der Pegnitz herrschten schreckliche Bedingungen:
Die hygienischen Zustände waren katastrophal, Krankheiten grassierten unter den Inhaftierten. Die Häftlinge wurden systematisch geschlagen, gefoltert und ermordet. Unterernährt und psychisch ausgezehrt mussten die Menschen im Lager in dünner Häftlingskleidung und Holzschuhen jeden Tag zum Houbirg über Happurg laufen, um dort körperliche Schwerstarbeit zu verrichten. Die Produktion des BMW Werkes München Allach sollte wegen der Luftangriffe auf die deutsche Rüstungsproduktion unter Tage verlagert werden. Über 4.000 Menschen verloren durch das Konzentrationslager Hersbruck ihr Leben.
Nach den Führungen ging die Gruppe der Naturfreunde nach Happurg. Dort sahen sich die TeilnehmerInnen die Erinnerungsstätte an der Hunnenschlucht an. Am Kriegerdenkmal direkt davor wurde darauf hingewiesen, wie die klassische Erinnerungskultur an die beiden Weltkriege in Deutschland aussieht: Die deutschen Soldaten werden als Helden gefeiert, die Opfer und Gefallenen der anderen Länder nicht erwähnt, der Schrecken und das Leid des Krieges wird mit vaterländischen Pathos überspielt. Die letzte Station war der Eingang F zu den Doggerstollen. Hier zeigte der Redner der Naturfreunde die Verbindung von Nationalsozialistischen Terror und der deutschen
Wirtschaft: BMW, Siemens, Hoch Tief, AEG und viele andere Firmen verdienten an der Ausbeutung der Arbeitssklaven des NS Regimes. „Wir wollen nicht in Betroffenheit und Schrecken ob der unmenschlichen Verbrechen, die hier stattfanden stehenbleiben“, sagte der Redner der Naturfreunde bei der Kranzniederlegung zum Schluss. „Unsere Aufgabe ist es, alles dafür zu tun, dass Faschismus und Krieg nie wieder von Deutschland ausgehen

Unsere Dreikönigswanderung 2018

Seit Jahren wandern wir Naturfreunde am 6. Januar mit Freunden, ob es schneit, regnet oder windet! Hatten wir letztes Jahr eine herrliche Winterlandschaft mit 30 cm Neuschnee, waren wirdieses Jahr schon froh, dass uns der tagelange Regen der Vortage verschonte. Den matschigen Pfützen trotzten wir oder fanden doch noch trockenere Umgehungen.

Gestärkt nach Reh- oder Sauerbraten, Karpfen oder Tiroler Rösti im Landgasthof Reuthof bei Spieß in der Hersbrucker Schweiz  ging es los mit über 40 Marschierern jeden Alters auf die gut dreistündige Rundwanderung.

Meist verlief die von Franz ausgesuchte und von Birgitta und Wolfgang geführte Route auf passablen Forstwegen, durchquerte aber dann auch die Felsen des Eibengrates. Die Fitteren ließen es sich natürlich nicht nehmen,

über die Felsen des Eibengrates zu kraxeln. Zur Überraschung der Meisten stand dann plötzlich ein „Versorgungskiosk“ mit Glühwein oder einem Schnäpschen auf halben Weg, an dem man die Kraft für die letzten Kilometer zurück nach Reuthof tanken konnte.

Der eine Teil kehrte zum Abschluss nochmals in Reuthof zum Kaffe und Kuchen ein, 16 Leute machten noch einen Abstecher ins Naturfreundhaus der Laufer bei Schnaittach und wurden von den dortigen Freunden mit Donauwelle und Apfelkuchen verköstigt!

Ein schöner Tag ging zu Ende, unseren Dreikönigswanderungen halten wir die Tradition!

Wer sucht die nächste Route raus, Unterstützung erwünscht!!!

Manfred

 

 

Sonntagswanderung 23.04.2017

 

Anmeldung bis Mittwoch 12.04.2017   20 Uhr 
bei mir!
Brigitte Metz
metzwimmer@yahoo.de

 

Wer braucht Mitfahrgelegenheit, der komme um 9 Uhr zum Fuchsloch und alle die jemand mitnehmen können!
 
Wer direkt fährt, siehe unten in der Beschreibung
Wir freuen uns auf euch!
 
Brigitte und Birgitta
 
NF-Wanderung Danlohe am 23.4. 2017
Unsere Wanderung ist ein Rundweg in der Natur, ohne
Café zwischendurch. D.h.,
Mittagessen gibt es erst nachher, um 13:30. Dafür
ist nach dem Essen nichts Anstrengendes
mehr geplant.
Anfahrt:
Ab Fuchsloch
9 Uhr
52,8 km über A3 (45 min)
:
Bei Ausfahrt 92-Neumarkt Richtung Neumarkt auf die
B299 Richtung Pilsach.
Nach 5 km links abbiegen (Richtung Pilsach Ortszent
rum). Pilsach durchqueren auf Litzloher
Straße, Bis Ortsteil Danlohe. Dort parken an der Pi
lsachbrücke (oder auf er Dorfstraße).
straße):
Koordinaten
Parkplatz
:
49.3338460, 11.5204708
Wanderung:
10:00 Start Wanderung Richtung Norden (offiziell 8,
5 km. Es gibt aber sehr schöne Felsen, schroffe Hänge und viel zu fotografieren, also rechnen wir 9 km).
Die Beschreibung der Wanderung habe ich ja schon verteilt.
13:00 Ankunft am Auto
, Fahrt nach Pilsach zum Gasthof „Am Schloss“.
Essen bestellen wir um 13:30 (bis 14:00 gibt es die
Mittagskarte, danach bis 17:00 die
Nachmittagskarte – aber es schadet sicher nicht, wenn wir Wünsche voranmelden. )
Wenn wir früher dran sein sollten, schadet es sicher nicht, ich kalkuliere lieber großzügig.
14:15 oder so dort Aufbruch:
Wir können uns den Ort Pilsach kurz ansehen (Kaspar
-Hauser-Schloss
Ein besonderer Kunst-Leckerbissen wartet noch in
Trautmannshofen
(5,8 km entfernt, wir
nehmen die Autos – wer mag. Ansonsten fahren wir gleich nach Nürnberg):
Schaut mal:
https://www.youtube.com/watch?v=GGZk_D6rgLE
http://www.pfarrverband-lauterhofen.de/wallfahrtskirche-trautmannshofen.php
Wer würde in so einem winzigen Dorf eine Dientzenhofer-Kirche vermuten?
Da an dem Tag Weißer Sonntag ist, erwarte ich auch
besonderen Blumenschmuck in der
Kirche.
http://www.gpsies.com/map.do;jsessionid=183FECC4D7CBEB3572C51F58E7C1C784.fe2?fileId=mojfmehbftseqxty

 

Spontane Sonntagswanderung 09.04.2017

Liebe Sonntagswanderer,
 
unser Fuzzy führt uns mal wieder, was mich besonders freut!*:) glücklich
Am Sonntag 09.04.2017
Von Obertrubach über die Burgruinen Leihenfels und Bärnfels
Strecke ca. 9km
Gehzeit 3 Std. auf bequemen Waldwegen.
Einkehr im Gasthof zur Burgruine, die wir nach ca. 1,5 Std. erreichen, danach gehts gemütlich weiter.

Treffpunkt:
  • 10:00 Fuchsloch, Adolf-Braun-Str. 40,  Nürnberg
  • Zwecks Mitfahrgelegenheit
 
Für Direktfahrer:
An der Straße Obertrubach-Bärnfels befindet sich kurz nach Obertrubach auf der rechten Straßenseite ein Wanderparkplatz „Therapeutischer Wanderweg“ Pitztal.
 
Bitte meldet euch bei mir an  bis Freitag 07.04.2017   20 Uhr!!!  Bitte mit der Info:
Ich brauch Mitfahrgelegenheit   oder     ich kann fahren
metzwimmer@yahoo.de
 
Mit naturfreundlichen Grüßen
Brigitte Metz

Drei-Königswanderung 2017

6.Januar, kalt, aber keine Wolke am Himmel und Schnee unter den Füßen: Kaiserwetter!

Unter diesen herrlichen Bedingungen trafen sich ca. 60 Wanderfreunde ab 11.00 Uhr beim

Igelwirt in Osternohe, um sich durch einen Sauerbraten oder Karpfen die Kräfte zu verschaffen, die für die anschließende Wanderung notwendig waren. Vom vier Monate alten Säugling bis zum siebzig-jährigen alten Hasen, vom Franken bis Syrer und Marrokaner machte sich jeder auf den 9 km langen Weg vom Schlossberg zum Burgberg, in herrlicher Winterlandschaft bergauf und bergab. Zur Stärkung gab es auf halben Weg natürlich ein Schnäpschen! Die Drei-Königswanderung hat eine langjährige Tradition bei den Naturfreunden, immer ausgerichtet von unserem Franz und unserer Renate. Krankheitsbedingt wäre sie dann heuer beinahe ausgefallen, wenn nicht sofort Naturfreunder eingesprungen wären und dafür sorgten, dass diese beliebte Traditionswanderung nicht ausfällt.

Bei Kaffee und Kuchen klang die Wanderung nach gut drei Stunden wieder beim Igelwirt aus und man konnte viele müde, aber zufriedene Gesichter sehen, die sich auf nächste gemeinsame Naturfreunde-Erlebnisse freuen, mit Sicherheit auf nie Drei-Königswanderung 2018 wieder mit Franz!

Manfred

 

 

 

Familienausflug ins Walderlebniszentrum

Am Sonntag den 10.04.2016 trafen sich 6 Familien (10 Erwachsene/15 Kinder zwischen 2 Monaten und 11 Jahren) am Walderlebniszentrum in Erlangen Tennenlohe.

Zum Aufwärmen an dem noch recht kühlen Morgen hieß es zunächst das Waldlabyrinth ohne zu Mogeln bis zur Mitte zu durchlaufen. Dort angekommen fand die allgemeine Begrüßung und die Vergabe der Stempelkarten statt. Jedes Kind bekam eine Karte, auf der die zu besuchenden Stationen eingetragen waren und die nach erfolgreichem Bestehen  einer Aufgabe abgestempelt wurden.

Sodann begaben wir uns auf den Eichhörnchenpfad und kamen am Barfußpfad vorbei, an dem ganz harte Kinder bereits ihre Schuhe auszogen. Einen Stempel gab´s beim Zapfenweitwurf und beim Weitsprung.  Die meisten von uns sprangen so weit wie ein Baummarder, die größeren Jungs sogar so weit wie ein Feldhase. Auf der Riesenwippe hatten sogar Eltern und Kinder zusammen Platz und es war gar nicht so einfach, die Wippe ins Gleichgewicht zu bringen…  Auch beim Hangelparcours bekamen die meisten Kinder ihren Stempel und waren begeistert bei der Sache.

An der nächsten Station sollten Kinder ihre Eltern, die verbundene Augen hatten, mit Worten bis zum Totempfahl führen. Die meisten Kinder flitzten jedoch gleich weiter und erklommen die Aussichtskanzel, um nach Tierattrappen Ausschau zu halten…

Am Waldtheater  kam die Sonne raus und wir ließen uns zur Mittagspause nieder und verzehrten unser mitgebrachtes Picknick. Mutige Kinder trauten sich auf der Bühne ein Tier vorzumachen, das wir Eltern zu erraten versuchten.

Vorbei am Baumtelefon liefen wir zu den Ausstellungshäusern. Einige Familien setzten sich ins Waldcafé, andere schauten sich die ausgestopften Tiere und diverse Informationen rund ums Thema Wald an oder plauderten noch ein bisschen.  Ruckzuck war es auch schon 13.00 Uhr und Zeit sich zu verabschieden. Groß und Klein waren sich einig, dass dies ein gelungener Vormittag war.

Text: Meike Holzwarth

Slowenien 2016

Wie jedes Jahr war es wieder eine gelungene Woche. Zwar waren anfangs alle skeptisch, ob das Wetter werden würde, wie der Wetterbericht versprochen hatte, doch glücklicherweise kam es weniger schlimm, als befürchtet. Die 85 Teilnehmer mussten zwar mit warmen Klamotten in die Woche starten und einen Tag Dauerregen überstehen, doch die restliche Woche war unterm Strich trocken und tagsüber auch warm genug, um allen Sportangeboten nachgehen zu können. Abends und besonders nachts sind die Temperaturen leider trotzdem dem Gefrierpunkt ziemlich nahe gekommen.

Um punkt halb ging es am Samstag Abend los mit dem ersten „Pow wow“, dem täglichen Abendkreis, in dem alles wichtige besprochen, erarbeitet und reflektiert wird.

Kajaksportler sind in dieser Woche jeden Falls wieder voll auf ihre Kosten gekommen. Durch den starken Regen zu Beginn hatten selbst die Übungsleiter einen tollen Ritt auf der Wocheiner Save und auch im Laufe der Woche immer geeignete Wasserstände. Selbst ein kleiner Bach, der sich eigentlich nur zum Canyoningen eignet, bot dieses Jahr mit genug Wasser für eine sensationelle spätnachmittags Vorstellung. Der Zehn Meter Wasserfall war zwar nur durch eine aufwändige Abseilaktion zu erreichen, doch im freien Fall waren diese Mühen schnell vergessen. „Jeder kann, keiner muss!!“, war auch dieses Jahr wieder das Motto für viele Neulinge. Doch wer mit dem Kajak eine Erstbefahrung auf einer der Saven wagen wollte, musste am Sonntag einen See Tag einlegen. Angefangen mit ersten Fahrtechniken und Grundpaddelschlägen erarbeiteten sich einige so viel Know-how im Boot, dass selbst eine Fahrt auf dem oberen, dem etwas schwierigeren Stück möglich war. Einige sind dafür das untere Stück mehrmals gefahren und meisterten das verrufene „S“ am Ende der Woche mit Bravur!

Das Angebot im Bereich Wassersport wurde dieses Jahr durch Stefan ausgebaut. Er war noch vor zwei Jahren selbst Teilnehmer bei unserer Freizeit und heute ist er schon ausgebildeter Übungsleiter im Bereich Canyoning. Auch ihn hat der starke Regen zu Beginn getroffen. Die Canyons waren voll und nur für erfahrene Leute begehbar. Doch auch dies änderte sich im Laufe der Woche. Der Canyon bei Jereka ist schnell zur Hausstrecke geworden und in der zweiten Hälfte der Woche nicht selten zwei Mal am Tag durch klettert worden.

Jakob, unser Übungsleiter im Bereich Mountainbiken hat diese Woche wieder einigen beigebracht, ohne Stützräder zu fahren. Große Sprünge in Punkte Fahrtechnik und Ausdauer standen auf der Agenda. Jeder, der zu Beginn meinte, seinen Drahtesel beherrschen zu können, wurde eines Besseren belehrt und konnte seine Fähigkeiten am Ende der Woche im Bikepark Kranjska Gora testen.

Wanderungen rauf und runter!! Über Hügel und Gipfel und durch Schluchten und Gräben.

Einen tollen Klettergarten direkt um die Ecke hat man selten allein. Doch dieser tolle Garten gehört fast immer uns. Von einer einfachen Route bis hin zur glatten Wand für unsere Sportler ist hier alles geboten!

Das Kulturangebot darf auf einer NaturFreunde Fahrt nicht fehlen. So haben wir wieder die Chance genutzt und Sasha um eine Tour zu den Partisanen Denkmälern gebeten. Der Campingplatz Betreiber spricht fließend Deutsch und berichtete wieder gern von Damals, den Freiheitskämpfern und den grausamen Geschichten, die seine Vorfahren durchmachen mussten.

Die letzten Zeilen sollen den Teamern und Übungsleitern gehören. Die Freizeit fand dieses Jahr zum 18ten Mal statt und wurde wieder von NaturFreunden organisiert, die den Wert dieser Woche teilweise von Klein auf miterleben durften. Nicht ohne Grund gibt es besessene Slowenien Junkies, die seit Beginn an dabei sind und ohne Unterbrechung am Ende jeder Woche auf das nächste Jahr hinfiebern. Besonders stolz macht es uns, wenn die Kinder der Kinder bald die Orga übernehmen und in allen Sportlichen Angeboten den Weg für die nächste Generation ebnen. Wir hoffen, dass diese Freizeit noch lange Früchte trägt und das viele Engagement von allen Übungsleitern und Organisatoren wert geschätzt und respektiert wird.

Berg frei und bis zum nächsten Mal!