Alle Beiträge von Manfred Eiselt

Mit Josef auf der Tiroler Ache

Da uns letztes Jahr die Polizei am 15. September am Einstieg in Kössen hinterte, weil angeblich ab Schlag 15.09. die Forellen laichen, waren wir dieses Jahr schon im Juli unterwegs. Wäre ja kein Problem, wenn nicht alle Campingplätze voll wären.Bis ins Inntal zum Einödsee mussten wir zum übernachten ausweichen, ein Campingplatz mit Schrebergartencharakter. Nach einem sonnigen Samstag und klarem Wasser trübte das die Stimmung abernicht. Das Wasser hätte aber ein bisschen mehr sein können! Dieser Wunsch wurde nach einer regenreichen Nacht erfüllt, der Pegel war um 15 cm gestiegen, das Wasser jetzt zwar braun, der Spaß aber nicht weniger

Paddeln mit Flüchtlingen

Es ist schon Tradition, dass wir jungen, meist unbegleiteten Flüchtlingen unsere Stadt aus der Flussperspektive zeigen. So auch am am 04. Juli mit einer Berufsintegrationsklasse der Berufsschule 2. Unser Nachwuchstrainer Josef hat die Jungs, sowie die Betreuerinnen sicher vom Lederersteg in den sicheren Hafen am Fuchsloch gebracht.

23. Familienfreizeit in Slowenien

Seit 23 Jahren findet unsere einwöchige Pfingstfreizeit in Slowenien statt, diesmal mit so vielen Teilnehmern wie noch nie. 180 Teilnehmer und 8 Übungsleiter! Bei manch einem kamen da vorher schon einige Zweifel auf, ob das überhaupt noch zu stemmen ist. Aber es wurde wieder eine unvergessliche Woche! Auch das gute Wetter hatte natürlich seinen Anteil.

Der Campingplatz in Sobec ist so groß, dass man sich weit ausbreiten kann, man hat nie den Eindruck einer Massenveranstaltung. Erst am Abend, wenn alle in der großen Runde zusammen sitzen um das Programm für den nächsten Tag zu besprechen, oder am ersten Tag bei der Kennenlernwanderung kann man über die „Massen“ staunen.

Wesentlichen Anteil am Gelingen dieser Freizeit hat natürlich unser „Orga-Team“ , unsere Übungsleiter und unser Koordinator und Moderator Franz. Die ausgebildeten Übungsleiter sorgten wie üblich für ein erlebnisreiches Programm zum Kajakfahren, Bergsteigen, Mountainbiken, Klettern, Canyoning und Wandern, wobei die Sicherheit immer an der ersten Stelle steht. Die Kajakkurse wurden heuer so weiter entwickelt, dass die Teilnehmer ihr Können im Laufe der Woche systematisch steiger konnten.

Wir Naturfreunde sind aber kein Dienstleistungsbetrieb, der nach Bezahlung Erwartungen bedient. Wenn mal was nicht klappen sollte, was selten vorkommt, wird das gemeinsam solidarisch gelöst. Den meisten Teilnehmern ist bewusst, dass Eigeninitiative gefragt ist und individuelle Kompetenzen eingebracht werden sollen. So gab es dann zum Beispiel auch Angebote im Kickboxen, Baumklettern mit Seilbahn für Kinder, Joga oder einen Kindernachmittag.

Natürlich stehen die sportlichen Aktivitäten in dieser Woche im Vordergrund, aber als Naturfreunde interessieren wir uns auch für Land und Leute und ihre Geschichte, die in diesem Fall auch die unsere ist. Die Nazis haben in diesem Land furchtbare Verbrechen begangen. Wie in den letzten Jahren besuchten wir deshalb mit einem angemieteten Bus auch wieder ein Partisanendenkmal und das Lazarett Franja. Auch ein Abend mit dem Thema „Brückenbauen nach Palästina“ und zur Münchner Räterepublik fanden großes Interesse.

Bis nächstes Jahr!

Klettern und Brücken bauen nach Nablus/Palästina

Die Naturfreunde Nürnberg-Mitte haben in der ersten Märzwoche diesen Jahres das Projekt  “ Naturfreunde Nürnberg-Mitte Nablus Climbing “ mit Spaß und großem Erfolg durchgeführt: fünf junge Kletterer und fünf ältere Naturfreunde haben in Nablus Kontakte geknüpft, sich informiert und vor allem Kletterrouten gebaut  und einheimische Kletterer und Interessierte angeleitet.

Entstanden ist diese Idee vor einem Jahr, als unser Mitglied Sabine als Teilnehmerin der  INNA-Delegation (Nablus-Initiative Nürnberg)  in Nablus zu Besuch war, um nach weiteren Ansatzpunkten für „Graswurzelprojekte“ zu suchen. Die Natur um Nablus herum bietet gute Möglichkeiten für den Klettersport. Die Naturfreunde griffen die Idee, das Klettern in Nablus zu entwickeln, auf und konzipierten das Naturfreunde Nablus Climbing Projekt. Es stand ein Betrag von 1000 Euro zur Verfügung, der als Spende anlässlich der Beerdigung unseres Mitglieds Hannes Schäffler für ein Kinderprojekt zusammengekommen war, das leider nicht zustande kam. Wir widmeten die Spende um, da wir uns alle vorstellen konnten, dass dies im Sinne von Hannes wäre: er liebte das Klettern und war ein Freund der Region (er lernte sogar Arabisch).

Schon im Vorfeld wurden Kontakte aufgenommen zur Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), bei der ein aktiver Kletterer arbeitet, und zu Wadi Climbing  in Ramallah (einer von Amerikanern gegründeten Boulderhalle. Nur in Ramallah gibt es bereits eine Kletterszene). Ein Bohrkurs wurde absolviert,  Haken, Schrauben und Ketten für die Kletterrouten wurde eingekauft, gut erhaltene Gurte, Seile, Helme und Schuhe wurden von Spendern eingesammelt (von Kletter/Boulderhallen, Privatpersonen). Transportiert wurde das ganze Material in den Rucksäcken und Koffern der Gruppenmitglieder (ca 8 Kilo pro Nase).  Bei der Einreise nach Israel  fühlten wir uns etwas mulmig mit dem ganzen „Eisen“ im Gepäck, aber es ist alles gut gegangen. Auch der Transfer von Tel Aviv nach Nablus verlief problemlos. Gleich am Ankunftstag in Nablus haben wir uns im Souk, einemlebhaften Basar in der Altstadt, über die Offenheit, Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen gefreut. Genauso ging es weiter: beim Abendessen, das der GIZ- Mitarbeiter Matthias für uns organisiert hatte, trafen wir die Kletterscene von Ramallah und Interessierten aus Nablus. So konnten wichtige technische Fragen geklärt und Verabredungen getroffen werden.  Am Tag darauf stand ein Besuch beim Bürgermeister von Nablus an, der über das Projekt informiert wurde und sich darüber freute, vor allem, da zu Jahresende ein Palästina-Kletterführer herausgegeben wird, in dem das neue Klettergebiet Nablus auch enthalten sein wird. Ein derartiges Buch über die Klettergebiete in Palästina wird Kletter-Touristen aus aller Welt ansprechen und vielleicht den Öko-Tourismus ein wenig fördern. Nablus hat aktuell so gut wie keinen Tourismus. 

Ein anschließender Besuch in der Sportfakultät der Universität von Nablus zeigte uns, dass wir offene Türen einrennen:

Ziel ist, dass die Universität Kletterer ausbildet, die dann Jugendliche z.B. aus dem Flüchtlingscamp Balata anleiten können. 

Ein Stadtrundgang mit Einblicken in zwei Bäder  rundeten den Tag ab, während die Kletterer sich an die Arbeit am Felsen oberhalb von Nablus machten. Die nächsten Tage verbrachten sie fast ausschließlich dort. Sie setzten Bohrlöcher für die Haken in die Wand, schlugen lockere Steine ab, entfernten Gräser und Sträucher. Dieses „Putzen“ ist eine für die Sicherheit wichtige Aufgabe beim Bau neuer Routen. Großartig meisterten die jungen Kletterer diese schwere körperliche Arbeit mit  Hammer und Bohrmaschine, am Seil hängend. 

Die aktiven Kletterer vervollständigten gleichzeitig die Routen, was manchmal durchaus gefährlich war, wenn Steine runterfielen und die Kinder mal wieder ohne Helm im Gefahrenbereich herumliefen.

Zum Abschluß zündeten wir noch eine Kerze unter dem Naturfreundebanner an und dachten an Hannes, der bei diesem Projekt seine Freude gehabt hätte.

Nach einem langen Tag wurden wir vom Vater eines kletterbegeisterten Kindes  auch noch zum Abendessen eingeladen.

 Das Klettermaterial (Gurte, Seile, Helme, Schuhe) wurde in einem Gym in Nablus eingelagert, in dem ein Kletterer als Lehrer arbeitet. Auf diese Weise ist es sicher aufbewahrt und gut zugänglich für Kurse, die zwei einheimische Kletterer aus Nablus geben können.

Insgesamt hat wirklich alles gut geklappt: Abed, der Mitarbeiter der Stadt Nablus, zuständig für internationale Beziehungen, hat uns die Termine dicht und straff organisiert, sodass wir in kurzer Zeit viel Information und Kontakte sammeln konnten. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Anwohner am Felsen und die Kooperationsbereitschaft der Kletterer aus Ramallah hat uns die Arbeit an der Wand sehr erleichtert. Die sorgfältige und kompetente Vorbereitung, sowie die fröhliche, motivierte Zusammenarbeit in unserer ganzen Gruppe hat das Projekt so gut gelingen lassen.

Jetzt kommt es darauf an, die geknüpften Kontakte auszubauen und zu entwickeln. 

Wir Naturfreunde werden alles dafür tun!

5. Gebrauchtbootemarkt

im Naturfreundehaus am 23. März

Bei herrlichem Wetter wechselten wieder einmal etliche Kajaks, Paddel uns sonstiges Equipment den Besitzer. 100 exzellente Bratwürste und selbstgebackener Kuchen und Kaffe füllten so manchen Bauch. Vielen Dank an alle Helfer, ob jung oder alt, gemeinsam sind wir wahrlich stark!

Mit Wallenstein auf der traditionellen Drei-Königswanderung

Diesmal ging es mal in eine Region, die für uns bisher kaum als Wanderziel ausgewählt worden war. Nachdem Klaus einige Tourenvorschläge ausgesucht hatte, wählten wir den Wallenstein-Wanderweg bei Altdorf aus, eine Rundwanderung von ca. 9 km. Die Beschreibung und die Fotos im Internet versprachen viel. Es ist ja immer gar nicht so einfach, für eine so große Gruppe eine geeignete Wanderung zu finden: die Länge muss passen, es soll eine Rundwanderung sein, denn man sollte ja wieder zu den Autos oder zum Bahnhof zurück kommen, die Landschaft und der Weg sollen was hergeben und vor allen Dingen muss der Gasthof die große Gruppe unterbringen und eine gute Küche bieten.

Zum guten Gelingen der Wanderung braucht es natürlich eine gute Vorbereitung. Ohne die Unterstützung von Klaus, Franz und Anderen ist das kaum möglich. Einige Male wurde die Tour vorgelaufen um Unsicherheiten vorzubeugen.

Schließlich waren wir 42, die sich nicht vom Wetterbericht  abschrecken ließen. Wie üblich, trafen wir im Gasthaus, um uns erst mal mit Lamm, Schwein, Fisch oder vegetarisch zu stärken. Ein kurzer Beitrag zur Geschichte von Wallenstein und der Katastrophe des 30jährigen Krieges erklärte den geschichtlichen Hintergrund von Wallenstein in Altdorf und seiner Rolle in dieser Zeit.

Dann ging’s los auf historischen Spuren über den ehemaligen Steinbruch „Löwengrube“, mit dessen Steinen die Universität in Altdorf gebaut wurde, in der auch Wallenstein ein paar Monate studierte (bis er wegen ungebührlichen  Benehmens rausflog), weiter zur Prethalmühle  aus dem 17. Jahrhundert, entlang an der Schwarzach, über  einen Anstieg durch den Wald hinauf zur Burg Grünsberg. Ein Teil von uns querte dabei abenteuerlich auch einen „hochwasserführenden“ Bachlauf, während der andere Teil der Gruppe einen „Ausweg“ suchte. In Grünsberg teilte sich nun die Gruppe  wie geplant. Der eine Teil ließ sich trotz Warnung vor dem zu erwarteten Matsch nicht abhalten, den Weg durch die für unsere Gegend einmalig romantische „Teufelsschlucht“ zu balancieren, der andere Teil nahm den Weg oberhalb der Schlucht trockenen Fußes , um uns schließlich an der „Teufelskirche“ wieder zu vereinigen. Franz zog seinen Berühmten Schlehenschnaps  aus dem Rucksack, auch „Willi“ und Waldfrüchtelikör war zur Belohnung und Aufwärmen geboten. Nach dem Umtrunk ging es über freie Felder zurück nach Altdorf, natürlich nicht, ohne den Tag noch mit einem Cappuccino und einem Stück leckeren Kuchen abzuschließen.

Trotz Ankündigung traf uns kein einziger Regentropfen!!!

Wieder einmal stellten wir fest, es gibt kein schlechtes Wetter, höchstens dreckige Schuhe. Alle machten den Eindruck, dass es ein schöner Tag war, auch ohne Sonne!

Jahresprogramm 2019 der NaturFreunde-Erlebnis-Akademie

2. Auflage NATURFREUNDE-ERLEBNIS-AKADEMIE Jahresprogramm 2019
Das neue Jahresprogramm 2019 der NaturFreunde-Erlebnis-Akademie liegt bereit. Auch in der zweiten Ausgabe bieten wir Dir wieder überregionale Lehrmaßnahmen sowie Freizeit- und Mitmachangebote im erlebnis- orientieren Bereich an. Natursport und Klimaschutz werden bei uns großgeschrieben. Ob bei Natur- und Breitensport, Camps, Kultur, Natur- und Umweltschutz, Stärkenberatung, Seminare oder Freizeitangeboten für Kinder/Jugendliche und Erwachsene, bestimmt findest auch Du das geeignete Angebot im Heft.
https://www.naturfreunde-bayern.de/…/nea_broschuere_2019_0.…

Gelungene Werbeaktion

Berufsbildungskongress vom 10. bis 13.12.inm Nürnberger Messezentrum. Wir Naturfreunde waren am Infostand der Industrie- und Handelskammer mit einer rotierenden Boulderscheibe dabei und konnten Hunderten von Schülern die Naturfreunde näher bringen.Dem Ministerpräsidenten Söder stahlen wir natürlich ebenfalls die Show.