Archiv der Kategorie: Allgemein

Sicherheitshinweise zu Lawinenrucksäcken und LVS-Geräten

Material von Pieps und Lawinenrucksäcke hat Fehlfunktionen

© NaturFreunde Deutschlands

16.12.2022 |

Das Bundeslehrteam Bergsport der NaturFreunde empfiehlt dringend die Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) von Pieps und Lawinenrucksäcke von Ortovox zu prüfen!
Laut beiden Unternehmen wurden Fehlfunktionen festgestellt. Diese können die Sicherheit gefährden.

Josef Hümmer vom Bundeslehrteam Bergsport rät bei jeder Benutzung der LVS-Geräte von Pieps einen „Großen LVS-Check“ zu machen. „Defekte Geräte müssen über das Rücknahmeformular an Pieps gesendet werden“, berichtet er. Hier sind Anweisungen zur Modusüber­prüfung der LVS-Geräte von Pieps.

Auch der Lawinenrucksack AVABAG LiTRIC mit elektronischem Airbagsystem könnte ein technisches Problem aufweisen, das sich auf die Gebläseeinheit des Airbags auswirken kann. Aus Sicherheitsgründen bittet das Unternehmen daher den AVABAG LiTRIC nicht weiter in lawinengefährdetem Gelände zu benutzen und am besten zurückzuschicken.

Hier findest du weitere Informationen zum freiwilligen Rückruf von Ortovox.

Zukunftsworkshop Großengsee – wohin gehts mit den Naturfreunden Nürnberg Mitte?

Rede mit! Entscheide mit! Wichtige Themen für dich, für uns:

  • Im November (18-19.11.2022) haben sich einige Naturfreundinnen im NF Haus Großengsee zum Zukunftsworkshop getroffen!
  • Phillip und Uli haben die Ergebnnisse der zwei Tage zusammen gefasst.
  • Kommentiert, disskutiert und teilt Euch mit! In der Kommentafunktion könnt ihr Ergänzungen angeben und auf andere Kommentare bezug nehmen. Dafür müsst ihr euren Namen und eine Mail Adresse angeben.

Was haben wir Thematisiert:

  • Was sind unsere Stärken
  • Kein Bock zum Mitmachen, warum?
  • Kommunikation
  • Angebote
  • Vorstand
  • Wie gehts weiter?
TeilnehmerinnenBarbara Fraas
 Philipp Eiselt
Karin Langenbuch
Reinhard Grüttner
 Chris Schröder
 Barbara Mühlich
 Uli Büscher

Was sind unser stärken

Session 1 l Freitagabend

Auf Grundlage des vorherigen Zukunftsworkshop wurden die Stärken der Ortsgruppe thematisiert. Warum machen Leute mit, was sind die positiven Impulse der Ortsgruppe.

Fazit:

1. Die Niedrigschwelligkeit bei den NF-Aktivitäten ist uns wichtig:

  • offen für neue Menschen, auch Nichtmitglieder
  • solidarische Preispolitik
  • Anmeldestruktur einfach
  • teilweise regelmäßig

2. Die Angebotsstruktur ist umfangreich und hat in folgenden Punkten noch mehr Potential:

  • umfangreiches Angebot in div. Sportarten und kulturellen und politischen Bereichen
  • qualifizierte und qualitativ hochwertige Angebote
  • mehr Wanderangebote / auch leichtere 3h Touren
  • nahes regionales Umfeld (Fränkische Schweiz) mehr nutzen
  • politisches Bewusstsein bei allen Veranstaltungen
  • Seniorenangebote
  • NF Häuser nutzen
  • ÖPNV nutzen
  • Entlastung der Antrags- und Abrechnungsstruktur muss Thema der OGA sein
  • Angebot konkret für die nachwachsenden Kinder

3. Das Selbstverständnis und der Klappentext…

  • Die NF OG Nbg ist ein politischer Freizeitverband, der von aktiven Mitgliedern (freiwillig und ehrenamtlich) getragen wird und der sich auf den großen Bundesverband stützt.
  • Bei uns treffen sich Menschen aus den unterschiedlichen linken Spektren. Unser gemeinsames Ziel ist ein solidarisches Miteinander und eine antifaschistische Grundhaltung.
  • Wir bieten die Möglichkeiten an, eigene Stärken einzubringen und auch Qualifikationen und Kompetenzen im sportlichen und auch sozialpolitischen Bereich zu erwerben.
  • Die Organisationsstrukturen ermöglichen Zugang zu Fördermitteln und anderen Finanzierungsmöglichkeiten.

2 Antworten zu „Zukunftsworkshop Großengsee – wohin gehts mit den Naturfreunden Nürnberg Mitte?“

  1. Am 10. Febuar gibt es den Workshop zum Soli Preis Modell. Denke das wir dann einen guten Schitt weiter kommen und es zur Jahresmitgliederversammlung soweit haben.

    https://www.xn--naturfreunde-nrnberg-mitte-c0c.de/event/workshop-soli-preismodell/

    Freu mich, Uli

  2. Benni

    Sehr übersichtlich und transparent aufbereitet. Dafür erstmal danke.

    Ich stimme mit den Potenial punkten überein. Die Frage ist wie wir das umsetzen bzw. das erreichen. Wandern ist ja immer so ein Thema für sich. Aber klar wäre es super schön, wenn wir hier besser aufgestellt wären.
    Mit Angeboten in der Fränkischen sind wir denke ich auf einen guten weg. Die Geschichte mit den öffentlichen hingt da leider deutlich hinter her. Wobei ich dazu selbst auch nicht allzu viel beitrage…
    Ich denke das ein Solipreismodell auch unser politisches Profil stärken würde und da gut passen wird.
    Politischen Bewusstsein auf allen Verantstaltungen sehe ich etwas kritisch. Ich finde es prinzipiell richtig unser politisches zu betonen, jedoch muss es auch zur Veranstaltung passen. Da finde cih es besser politisches engangment der OG für sich selbst sprechen zulassen bzw. auf unser tun verweisen zu können.

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Kein Bock mit zumachen? Warum?

Session 2 l Samstagvormittag

Diskussion über Gründe, warum Menschen nicht mehr bei der Ortsgruppe mitmachen. Dabei wurden folgende Punkte diskutiert und festgehalten:

Gründe, welche wir nicht ändern können:

  • Zeitmangel
  • andere Prioritäten im Leben (beruflich wie privat)
  • spontane Lebensgestaltung und hohe Flexibilität

Gründe, die die Ortsgruppe ändern kann:

  • „Vereinsmeierei“
    • sehr heterogene Arbeitsweisen der verschiedenen Akteure
    • eher traditionelle Strukturen
  • Verwaltung im Sport
    • hoher bürokratischer Aufwand zur Abwicklung von Fördermitteln
  • wenig Feedback
    • Keine Rückmeldung durch andere Akteure, wenn, dann eher negative Feedbacks
  • Frust und wenig Wertschätzung
  • wenig Vertrauen

Mögliche Lösungen:

  • Verwaltung auslagern: z.B. Anträge und Buchhaltung durch externe Mitarbeiter*innen, von anderen Vereinen lernen, z.B. Kanuverein (?)
  • Arbeitsorganisation und Abläufe ändern
  • Motivationskultur fördern:
    positive Entwicklungen stärken und fördern, auf den Umgangston achten
  • finanzieller Anreiz:
    Keiner soll „drauf“ zahlen, wenn er wenig Geld hat. Solidarisches Preismodell in beide Richtungen.

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  1. Am 10. Febuar gibt es den Workshop zum Soli Preis Modell. Denke das wir dann einen guten Schitt weiter kommen und es zur Jahresmitgliederversammlung soweit haben.

    https://www.xn--naturfreunde-nrnberg-mitte-c0c.de/event/workshop-soli-preismodell/

    Freu mich, Uli

  2. Benni

    Sehr übersichtlich und transparent aufbereitet. Dafür erstmal danke.

    Ich stimme mit den Potenial punkten überein. Die Frage ist wie wir das umsetzen bzw. das erreichen. Wandern ist ja immer so ein Thema für sich. Aber klar wäre es super schön, wenn wir hier besser aufgestellt wären.
    Mit Angeboten in der Fränkischen sind wir denke ich auf einen guten weg. Die Geschichte mit den öffentlichen hingt da leider deutlich hinter her. Wobei ich dazu selbst auch nicht allzu viel beitrage…
    Ich denke das ein Solipreismodell auch unser politisches Profil stärken würde und da gut passen wird.
    Politischen Bewusstsein auf allen Verantstaltungen sehe ich etwas kritisch. Ich finde es prinzipiell richtig unser politisches zu betonen, jedoch muss es auch zur Veranstaltung passen. Da finde cih es besser politisches engangment der OG für sich selbst sprechen zulassen bzw. auf unser tun verweisen zu können.

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Kommunikation

Session 3 l Samstagvormittag

Session zum Thema Kommunikation in der Ortsgruppe. Dabei wurden die verschiedenen Zielgruppen / Cluster wie folgt definiert:

Alle / Mitglieder / Communities

Aktuell kommunizieren die Aktiven in der Ortsgruppe über folgende Kanäle und erreichen damit folgende Gruppen.

Mögliche Lösungen:

Unsere Website ist der Ausgangspunkt der Kommunikation. Sie ist das Werkzeug, welches allen zugänglich ist. Aus diesem Grund werden folgende Maßnahmen angedacht:

Content pflegen und dezentral einbinden:

  • Fachübungsleiter*innen und Aktive werden aktiver:
    • Veranstaltungen werden durch die FA in den Kalender eingetragen
    • Blogpost, Berichte und Fotostorys werden durch die FA und Aktive in die Website eingepflegt
    • Die Unterstützung soll durch die FA erfolgen
    • Es erfolgt eine (Online-) Schulung zum Thema
  • Social-Media-Kanäle werden durch die gleichen Akteure „bespielt“
  • Das Newsletter-Tool nutzt die Blogpost und Veranstaltungen für regelmäßige Newsletter (alle 1-3 Monate)
  • Die Community stimmt sich weiterhin über die diversen Signal-Gruppen ab.

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  1. Am 10. Febuar gibt es den Workshop zum Soli Preis Modell. Denke das wir dann einen guten Schitt weiter kommen und es zur Jahresmitgliederversammlung soweit haben.

    https://www.xn--naturfreunde-nrnberg-mitte-c0c.de/event/workshop-soli-preismodell/

    Freu mich, Uli

  2. Benni

    Sehr übersichtlich und transparent aufbereitet. Dafür erstmal danke.

    Ich stimme mit den Potenial punkten überein. Die Frage ist wie wir das umsetzen bzw. das erreichen. Wandern ist ja immer so ein Thema für sich. Aber klar wäre es super schön, wenn wir hier besser aufgestellt wären.
    Mit Angeboten in der Fränkischen sind wir denke ich auf einen guten weg. Die Geschichte mit den öffentlichen hingt da leider deutlich hinter her. Wobei ich dazu selbst auch nicht allzu viel beitrage…
    Ich denke das ein Solipreismodell auch unser politisches Profil stärken würde und da gut passen wird.
    Politischen Bewusstsein auf allen Verantstaltungen sehe ich etwas kritisch. Ich finde es prinzipiell richtig unser politisches zu betonen, jedoch muss es auch zur Veranstaltung passen. Da finde cih es besser politisches engangment der OG für sich selbst sprechen zulassen bzw. auf unser tun verweisen zu können.

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Angebote

Session 4 l Samstagmittag

 

Was macht die Angebote der Naturfreunde aus, was ist uns dabei wichtig?

Unterscheidung zwischen:

Was dafür wichtig ist:

  • Neues zulassen
  • gemeinschaftliches Erleben
  • Solidarisches Handeln

Wie wir unterwegs sind:

  • mit Öffies
  • solidarisch
  • mit dem Soli-Preis

Wie wir das stemmen:

  • lieber gut als viel
  • Akteure werden unterstützt

Ressourcen beachten

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  1. Am 10. Febuar gibt es den Workshop zum Soli Preis Modell. Denke das wir dann einen guten Schitt weiter kommen und es zur Jahresmitgliederversammlung soweit haben.

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    Mit Angeboten in der Fränkischen sind wir denke ich auf einen guten weg. Die Geschichte mit den öffentlichen hingt da leider deutlich hinter her. Wobei ich dazu selbst auch nicht allzu viel beitrage…
    Ich denke das ein Solipreismodell auch unser politisches Profil stärken würde und da gut passen wird.
    Politischen Bewusstsein auf allen Verantstaltungen sehe ich etwas kritisch. Ich finde es prinzipiell richtig unser politisches zu betonen, jedoch muss es auch zur Veranstaltung passen. Da finde cih es besser politisches engangment der OG für sich selbst sprechen zulassen bzw. auf unser tun verweisen zu können.

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Vorstand

Session 4 l Samstagmittag

Wie baut sich unsere Ortsgruppe auf und wie gliedern sich die Aufgabenbereiche / Verantwortlichkeiten und Befugnisse?

  1. Der Vorstand + drei Vorstände in stellvertretender Funktion zur Entlastung
  • Div. Fachbereiche werden von vier Vorständen „verwaltet“ / „koordiniert“ – Vorstand dient als Ansprechperson.
  • Kommunikationsketten dienen der Entlastung des einzelnen Vorstandes.

Aktive Mitglieder – Fachgruppenleitung – Vorstandsmitglied – Einspeisung in die OGA (Ortsgruppenausschusssitzung)

Verschiedene Sparten / Fachbereiche:

  • Vereinshaus (Vermietung, Instandhaltung, Behörden, Haus u. Getränke)
  • Politik (Netzwerkarbeit u. -pflege)
  • Fachsportbereiche (Wasser, Berg, Mountainbike, Schnee,..)
  • Finanzen (Zuschüsse, Wirtschaftlichkeit, Mitglieder-Ein- u. Ausgänge, Zahlungen,..)
  • Nachwuchs / Kindergruppe

..

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  1. Am 10. Febuar gibt es den Workshop zum Soli Preis Modell. Denke das wir dann einen guten Schitt weiter kommen und es zur Jahresmitgliederversammlung soweit haben.

    https://www.xn--naturfreunde-nrnberg-mitte-c0c.de/event/workshop-soli-preismodell/

    Freu mich, Uli

  2. Benni

    Sehr übersichtlich und transparent aufbereitet. Dafür erstmal danke.

    Ich stimme mit den Potenial punkten überein. Die Frage ist wie wir das umsetzen bzw. das erreichen. Wandern ist ja immer so ein Thema für sich. Aber klar wäre es super schön, wenn wir hier besser aufgestellt wären.
    Mit Angeboten in der Fränkischen sind wir denke ich auf einen guten weg. Die Geschichte mit den öffentlichen hingt da leider deutlich hinter her. Wobei ich dazu selbst auch nicht allzu viel beitrage…
    Ich denke das ein Solipreismodell auch unser politisches Profil stärken würde und da gut passen wird.
    Politischen Bewusstsein auf allen Verantstaltungen sehe ich etwas kritisch. Ich finde es prinzipiell richtig unser politisches zu betonen, jedoch muss es auch zur Veranstaltung passen. Da finde cih es besser politisches engangment der OG für sich selbst sprechen zulassen bzw. auf unser tun verweisen zu können.

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Wie geht’s weiter

Session 5 l Samstagnachmittag

Jetzt sind alle gefragt! Lassen wir es so, wie es ist oder schauen wir uns einige Dinge genauer an? Was für Ideen habt ihr, wie gehen wir weiter vor?

Mögliche Maßnahmen:

  • Barbara M, Uli und Birgitta schauen sich das Newsletter Tool und die Möglichkeiten damit an, Idee ist ein strukturierter newsletter versandt ausgehend vom Website Content
  • Soli Preis Workshop im Januar im Fuchsloch behandelt die Preis- und Angebostgestaltung
  • Alternativer Veranstaltungskalender mit Buchungsfunktion zum einfacheren Abwickeln

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  1. Am 10. Febuar gibt es den Workshop zum Soli Preis Modell. Denke das wir dann einen guten Schitt weiter kommen und es zur Jahresmitgliederversammlung soweit haben.

    https://www.xn--naturfreunde-nrnberg-mitte-c0c.de/event/workshop-soli-preismodell/

    Freu mich, Uli

  2. Benni

    Sehr übersichtlich und transparent aufbereitet. Dafür erstmal danke.

    Ich stimme mit den Potenial punkten überein. Die Frage ist wie wir das umsetzen bzw. das erreichen. Wandern ist ja immer so ein Thema für sich. Aber klar wäre es super schön, wenn wir hier besser aufgestellt wären.
    Mit Angeboten in der Fränkischen sind wir denke ich auf einen guten weg. Die Geschichte mit den öffentlichen hingt da leider deutlich hinter her. Wobei ich dazu selbst auch nicht allzu viel beitrage…
    Ich denke das ein Solipreismodell auch unser politisches Profil stärken würde und da gut passen wird.
    Politischen Bewusstsein auf allen Verantstaltungen sehe ich etwas kritisch. Ich finde es prinzipiell richtig unser politisches zu betonen, jedoch muss es auch zur Veranstaltung passen. Da finde cih es besser politisches engangment der OG für sich selbst sprechen zulassen bzw. auf unser tun verweisen zu können.

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Herbstfarbenrausch im Altmühltal

7 Leute beim Genußwandern am Sola-Felsen

Am 13. November war es wieder soweit: Sehr spontan haben wir uns entschlossen, die vielleicht letzten farbenfrohen Tage im Altmühltal zu genießen. Der Zug brachte uns in einer Stunde nach Solnhofen. Kurzer Kultur-Abstecher zur karolingischen (!) Sola-Basilika in Solnhofen, die Ausgrabungsstätte liegt ja praktisch am Weg. Und dann ging es am Hang entlang und an der Altmühl, Wolfgang führte, meist auf bequemen Wegen. Querwaldein hat dann aber auch Spass gemacht! Es ging am Hang entlang und dann an und über die Altmühl:

… mit Blick auf die Trockenhänge

… und schließlich nach Pappenheim. Dort gab es ein ordentliches Mittagessen – und dann sahen wir uns die Burg von außen an:

Der Weg zum Bahnhof Pappenheim über die Weidenkirche zeigte dann noch eine andere Seite des Herbstes:

Es war ein wunderschöner Tag unds eine sehr angenehme Gruppe! Fazit: Öfters mal genußwandern „u10“: 10 km sind nicht viel, machen aber viel Vergnügen, wenn der Weg stimmt!

Feiern im Doppelpack:

NaturFreunde Nürnberg-Mitte feierten ihr 75-jähriges Bestehen und ihr Sommerfest

Gründe genug zum Feiern haben wir: Mit 300 Mitgliedern gehören wir zu den erfolgreichen Vereinen, die sich über Mitgliederzuwachs und Verjüngung freuen können. Zu verdanken ist dies einem attraktivem Angebot von Bergsteigen, Klettern, Kajakfahren, Wandern, Mountainbiken, Kulturveranstaltungen, Familienfreizeiten und nicht zuletzt unseren 20 Trainer*innen.

Mitglieder, Gäste und auch die Presse fanden am 10. September den Weg ins Fuchsloch. Immer wieder beeindruckend ist es, von Gerhard Flegel in persönlichen Worten die Geschichte von Widerstand, Verbot und Aufbruch der Naturfreunde-Bewegung zu hören und Johnnys Liedern mit Brecht- und Tucholsky-Texten zu lauschen.

Es hätten mehr beim Feiern dabei sein können, doch viele waren an diesem Wochenende andernorts in Bewegung: als gute NaturfreundInnen politisch bei der Demo gegen Preissteigerungen oder sportlich an diesem letzten Ferienwochenende unterwegs. Wie Barbara Fraaß in ihrer  Begrüßungsrede sagte: „Ob es um die Entschärfung der S-Kurve vor dem Fuchsloch, um Nachhaltigkeit, Rassismus oder um den Einsatz für die Nürnberger Ärztin Banu Büyükavci geht: die NaturFreunde engagieren sich!

Gerhard Flegel beim Fensterblick

Auf weitere 75 Jahre! Berg frei!

Soli-Preis Modell

Jede Menge Kohle

Denn, was für Menschen mit hohem Einkommen Peanuts ist, ist für Menschen in der Grundsicherung sehr viel Geld. Das gilt für Teilnehmerinnen wie für die Trainerinnen.

Dazu, leider können wir aktuell das „Geld“ nicht abschaffen und müssen so einen Umgang damit finden. Aus diesem Grund gibt es die Idee, das Soli Preismodell zu entwickeln, welches bei den Veranstaltungen der Ortgruppe gilt. Dabei wird der Blick auf „Was kostet die Veranstaltung“ und kann ich es mir leisten ebenso betrachtet wir mit dem Thema „Was wird ausgegeben“ (Mobilität, Unterkunft) und „was passiert mit den Trainerinnen, Guides und Aktivistinnen“ so gelegt wie die Seite der Mitmachenden. Also wieviel Geld habe ich eigentlich. Mit den Inhalten schauen wir dann, wie wir damit umgehen können.

Wie gehen wir vor?

Analyse – wie machen wir es denn jetzt?

Wir Fragen Euch!
Dazu gibt es 2 Umfragen, bei denen ihr mitmachen sollt!

Ideen Überlegen

Live im Fuchsloch!
Beim Workshop im Februar 2023 möchten wir konkret werden. Wir schauen auf die Ergebnisse der Umfragen, diskutieren miteinander und entwickeln Ideen, wie das gehen kann. Mal schauen, was dabei raus kommt (noch mal treffen/ wir lassen alles beim alten/ wir haben die beste Idee).

Am Ende fassen wir alles Zusammen und zeigen es auf der JHV. Dann wird das Konzept entweder abgelehnt oder umgesetzt :-).

Wie geht’s weiter?

Das erstellte Konzept zeigen wir allen Interessierten. Auf der JHV wird dann darüber abgestimmt.

FAQ

  • Wird das nicht voll Kompliziert?
    Nein, das soll „easy to use“ werden.
  • Wer kann mitmachen?
    Kommt alle dazu und diskutiert mit uns.
  • Was habe ich davon?
    Ein Soli- Preis Modell oder einfach nur mehr Wissen
  • Ich will bei der Orga mitmachen. Geht das?
    Ja, gebe uns ein Zeichen!

Ausflug Schweinfurt 28.8.

Am 28.8. waren wir, unsere Kultur- und Wandergruppe, in Schweinfurt. Dagmar und Thomas von den Schweinfurter Naturfreunden holten uns vom Hbf ab und zeigten uns idyllische Plätzchen und alte Gässchen – das hätten wir in der Industreistadt so nicht vermutet. Und wie schön der Main schimmert!

Natürlich hörten wir auch einiges über die Industriegeschichte. Das sind nicht nur die Kugellagerfabriken und die Automobiltechnik! Wisst Ihr, wieviele Fahrradmarken heute aus Schweinfurt kommen?

Der Höhepunkt war dann aber die Ausstellung „Moderne Zeiten“ im Museum Georg Schäfer , wo wir eine Führung genossen.

Der Ausflug klang aus unter alten Kastanien im Biergarten des Naturfreundehauses. dann gings nach Hause – mit dem 9-Euro-Ticket.

Ausflug Regensburg 31.7.

15 waren wir, unterwegs mit dem 9Euro-Ticket in die Hauptstadt der Oberpfalz locken! Naturfreund Klaus-Dieter Groß (intern: „unser Vereins-Historiker“) führt uns durch den Grüngürtel der Stadt, dorthin, wo man normalerweise nicht hinkommt, wenn man nur den Dom und die Donau anstrebt. Wir hören viel Sozialgeschichte, fragen auch viel. Zum Schluss sitzen wir in einem wunderbaren Biergarten… auch hier weiß Dieter natürlich Näheres… Zum Schluss? Die Mehrheit (die, die nicht fussballnarrisch sind! ) möchte noch weitermachen, und Dieter ist bereit, auch eine zweite, nicht abgesprochene Stadtführung anzuschließen: Wir zielen auf das Herz der Innenstadt! Dieter zeigt uns Orte der Naturfreunde und des Widerstands gegen die Nazis (Neupfarrplatz) – aber auch wunderbares Regensburger Rokoko (St. Kassian)!

Ein reicher Tag! Danke

Regensburg am 31.7. ab 9:21

Kultur, Wandern, Geselligkeit: Am 31.7. nutzen wir das 9-Euro-Ticket und fahren nach Regensburg. Dort führt uns Naturfreund und Historiker Dieter Gross rund um die Regensburger Innenstadt, durch Donauparks und Alleengürtel

Das sind 7 km. Danach kehren wir in einem Biergarten ein. Die Regensburger Naturfreunde machen öfters Stadtwanderungen, und wir treffen uns mit ihnen und laufen gemeinsam. Wir fahren mit dem 9 Euro-Ticket ab Nbf HBF 9:21 (S3, Gleis 3, Umsteigen in Neumarkt) In Regensburg kommen wir an um 10:45. Rückkehr nach Belieben: 15:38, 17:17, 19:18… Wegen der Biergartenkapazität bitten wir um Anmeldung.

Tipps für Bahnreisen in und nach Zeiten des 9 Euro-Tickets

Gastbeitrag zum Thema Bus & Bahn mit dem 9€ Ticket von Frank Hole, Autor des Buches „Einfach-Bahnfahren“, Radreisender, Schwimmer und absoluter Bahnexperte.

Praxisbuch Eisenbahn – Startseite (praxisbuch-eisenbahn.de)

Mit dem RE durch das Pegnitztal

Das 9 Euro-Ticket bietet die große Chance, nicht nur den Geldbeutel deutlich zu entlasten, sondern auch völlig neue Erfahrungen zu machen: unbeschwert und frei von komplizierten Tariffragen fast grenzenlos unterwegs zu sein, neue Gegenden und Städte kennenzulernen und auf einfache Weise im Zug mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

Jedoch: „Überfüllte Züge“ – „Chaotische Szenen“ – „Zugräumung durch die Bundespolizei“ – derartige Schlagzeilen waren nach dem ersten Pfingstwochenende in etlichen Zeitungen zu lesen.

Kein Wunder, für 9 Euro einen Monat den gesamten Nahverkehr in ganz Deutschland zu nutzen ist gerade auch zu den Ausflugszielen einfach unwiderstehlich. Doch ist das Bahnvergnügen schnell dahin, wenn der Ansturm auf die Plätze im Zug zu groß wird und sich alle wie in einer Sardinenbüchse drängen oder Reisende erst gar nicht in den Zug kommen.

Was kann man als Reisende oder Reisender also tun – oder auch lassen –, um in der Zeit bis Ende August möglichst entspannt unterwegs zu sein, dass die Zugfahrt (für manche die erste seit Jahren oder überhaupt) zu einem positiven Erlebnis wird?

Reiseziel sorgfältig auswählen
Es empfiehlt sich zunächst, sich das Reiseziel genau zu überlegen. Sylt, Tegernsee, Bodensee, Allgäu, Mittelrhein- oder Moseltal, Fränkisches Seenland oder Ostseeküste beispielsweise sind natürlich attraktive Ausflugs- und Urlaubsziele. Doch so denken viele und sehen sich dann mit den eingangs beschriebenen Szenen konfrontiert.

Empfehlung:  Auf ein anderes, kaum bekanntes und weniger überlaufenes Ziel ausweichen. Neues entdecken – jetzt lohnt es sich mehr denn je. Es gibt in Deutschland wesentlich mehr zu sehen als ausschließlich die angesagten Highlights!

Sich vor der Fahrt genau informieren
In der Fahrplanauskunft unter www.bahn.de oder über den DB Navigator informiert die Deutsche Bahn ggf. über Besonderheiten der Auslastung:
• Fahrplanauskunft anfordern (Option: Nur Nahverkehr auswählen)
• Wichtige Informationen in den Verbindungsdetails! anklicken (sofern vorhanden)

In Deutschland gibt es zahlreiche Eisenbahnverkehrsunternehmen im Nahverkehr (also nicht nur DB Regio der Deutschen Bahn), die den Verkehr auf der Schiene anbieten. Wichtige Anbieter sind beispielsweise Go Ahead, Abellio, agilis, Transdev, ODEG, Keolis oder Metronom. Die meisten Eisenbahnunternehmen kommunizieren in Zusammenhang mit dem 9 Euro-Ticket wichtige Ratschläge, welche Strecken oder Verbindungen erfahrungsgemäß besonders stark ausgelastet sind. Bei der Reiseplanung mit www.bahn.de oder dem DB Navigator ist es möglich, die jeweiligen Verkehrsunternehmen herauszufinden:
• Auskunft für die gewünschte Strecke anfordern
• Details einblenden anklicken
• Weitere Informationen auswählen
• Dort wird der Betreiber  der Linie genannt
• Auf dessen Website gehen und dort Reiseempfehlungen bzw. Detailinformationen zur Auslastung abrufen.

Empfehlung: Unbedingt bei der Planung und vor der Fahrt Detailinformationen über die Reiseauskunft bzw. das jeweilige Verkehrsunternehmen abfragen. Alternativ ist auch eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Servicetelefon ratsam.

Die Naturfreunde auf dem Weg nach Burgkunststadt.

Die Fahrt großzügig planen
Wenn viele Menschen gleichzeitig unterwegs sind, wird jedes Umsteigen länger dauern als normal. Auch sind Verspätungen wahrscheinlicher. Und wer auf einen Aufzug angewiesen ist, wird sich keinen Gefallen tun, knappe Verbindungen auszuwählen. Selbst wenn es Anschlüsse gibt, die vom Gleis gegenüber sonst in 2 bis 3 Minuten machbar sind – diese sind dann nur unter günstigen Umständen realistisch.

Empfehlung: Großzügige Umsteigezeiten einkalkulieren – 10 Minuten, besser noch 15 Minuten, sind bei starkem Andrang, wenn man sich auch noch orientieren muss und ggf. weitere Strecken zurückzulegen hat, als Minimum  anzusetzen.  Die Umsteigezeiten kann man sich in der Auskunft unter www.bahn.de oder im DB Navigator bei „Weitere Optionen“ – „Zwischenhalte“ individuell anpassen.

Andere Zuggattungen und Wege in die Planung einbeziehen
Viele Fahrgäste wählen bevorzugt schnelle und weit laufende Regionalexpress-Direktverbindungen, von denen es auch zahlreiche gibt. Das ist verständlich, jedoch führt das zu bestimmten Zeiten zu Überfüllungen.

Oft verkehren auf diesen Strecken abschnittsweise noch Regionalbahn- oder S-Bahn-Linien, bei denen man langsamer und mit mehr Umsteigen ans Ziel kommt. Diese sind dann in der Regel weniger nachgefragt.

Es kann auch eine gute Idee sein, eine völlig andere Route unter Umgehung der Spitzenzeiten und Hauptstrecken zu wählen, wozu allerdings etwas Erfahrung und eine gute Landkarte mit einer Darstellung der Bahnlinien (z.B. www.openrailwaymap.org)  vorteilhaft sind.

Empfehlung: Wer zu Spitzenzeiten unterwegs sein will oder muss, sollte wo immer möglich auch S-Bahn und Regionalbahnverbindungen in die Reiseplanung mit einbeziehen, selbst wenn wenn sich die Fahrt dadurch verlängert.

Antizyklisch unterwegs sein
Die Bayerische Regiobahn beispielsweise rät von Reisen ins Bayerische Oberland an Wochenenden zwischen 8 und 10 Uhr ab, und in die Gegenrichtung nach München von 16 bis 18 Uhr. Damit ist schon das Wesentliche gesagt, was auch für viele andere Bahnstrecken gilt: Es gibt Zeiten und Richtungen, die unbedingt zu vermeiden sind. Diese sind natürlich je nach Ziel und Fahrplan etwas unterschiedlich, doch insgesamt gelten folgende

Empfehlungen:
• Montag bis Freitag an Werktagen morgens vor 6 Uhr oder später abends ab etwa 19 Uhr und zwischen 9 und 16 Uhr wird die Platzfrage zumeist kein Problem darstellen, außer für kurze Zeit mittags auf kleinen Nebenstrecken, wenn die Schule zu Ende ist.
• Montag bis Freitag an Werktagen kann man zu den Hauptverkehrszeiten (also ca. 6-9 und 16-19 Uhr) entgegen der Lastrichtung in der Regel gut Platz finden: d. h. morgens aus der Stadt heraus, nachmittags/abends wieder hinein.
• Auf Nebenstrecken außerhalb der Ballungsräume ohne touristische Bedeutung an Wochenenden gibt es in der Regel jederzeit genug Platz.
• An Wochenenden und Feiertagen sind Züge vor etwa 8 Uhr und nach ca. 18 Uhr auch in den touristisch stärker nachgefragten Regionen zumeist deutlich weniger nachgefragt. Ausnahmen gibt es allerdings, wenn in der Region zugleich eine Großveranstaltung stattfindet.
• Wer seine Freizeitausflüge auf die Werktage (natürlich dann außerhalb des Berufsverkehrs) legen kann, sollte diese Möglichkeit nutzen.

Unterwegs: Deutlich überfüllte Züge vermeiden
Es gibt Züge zu den Spitzenzeiten (oft dann in Kombination mit Großveranstaltungen oder einem vorangegangenen Zugausfall oder einem fehlenden Wagen), die bereits überfüllt ankommen und in die noch zahlreiche weitere Fahrgäste einsteigen wollen. 

In solchen Fällen ist es sinnlos, um jeden Preis mitfahren zu wollen. Einerseits ist die Fahrt dann alles andere als ein Vergnügen, andererseits ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in solchen Fällen der Zug nicht oder erst mit deutlicher Verspätung von 10, 20 oder auch 45 Minuten weiterfahren wird. Denn hier dauert der Fahrgastwechsel außerordentlich lang,  die Türen schließen sich nicht mehr automatisch und in extremen Fällen greift auch die Bundepolizei wegen Überfüllung ein – schließlich sind die Fluchtwege blockiert und es besteht somit ein potenzielles Sicherheitsrisiko.

Empfehlungen:
• Extrem überfüllte Züge unbedingt meiden.
• Lieber eine Stunde später fahren oder
• (falls vorhanden) eine Parallelverbindung mit einem anderen (ggf. auch langsameren) Zug wählen,
• das Ziel spontan ändern
• oder die Fahrt ganz abbrechen.

Die Naturfreunde unterwegs zu den Bärenleite- Trails in Bayreuth.

Vorhandene Platzkapazitäten ausnutzen
Auch wenn die Nachfrage hoch ist, gibt es nicht selten Möglichkeiten, noch an einen Sitzplatz zu kommen oder wenigstens mitzufahren.

Folgende Empfehlungen können dabei helfen:
• Oft ist in Zügen im ersten oder letzten Wagen mehr Platz, weil die meisten Fahrgäste längere Fußwege am Bahnsteig vermeiden.
• Das gilt insbesondere für Kopfbahnhöfe: Im ersten Wagen, der am weitesten vom Querbahnsteig entfernt ist, sind die Chancen am größten.
• Auch bei Flügelzügen sind die Zugteile oft nicht gleich stark ausgelastet.
• Wenn die Einstiegsbereiche schon sehr voll sind, sind in der Mitte eines Wagens oft noch Stehplatzflächen frei.
• Manchmal wird ein Zug in einem Bahnhof um einen Zugteil verstärkt, d. h. es kommt noch ein Wagen hinzu und somit vergrößern sich die Kapazitäten. Auch wenn der erste Zugteil längst am Bahnhof steht und alle Fahrgäste zusteigen – warten Sie in Ruhe ab, bis der andere Zugteil kommt. Ob ein Zugteil hinzukommt wird oft am Bahnsteig durchgesagt oder es ist im Wagenstandanzeiger erkennbar.
• Gepäck sollte immer in den Ablagen oder unter den Sitzen verstaut werden, und die Sitze den Reisenden vorbehalten bleiben.

Sich von Gepäck entlasten
Jedes Gepäckstück erschwert die Fahrt, insbesondere in stark nachgefragten Zügen. Deswegen die folgenden

 Empfehlungen:
• Bei kurzen Strecken lieber ohne oder mit minimalem Gepäck verreisen.
• Wer auf Gepäck nicht verzichten kann: Die gute Möglichkeit ist der Versand per Kurier (DB Gepäckservice).
• Wer selbst transportieren möchte: Der ideale Koffer ist leicht, klein, robust, steht zuverlässig, besitzt stabile Rollen und einen Griff, der gut in der Hand liegt.
• Ein Rucksack ist dem Koffer meistens vorzuziehen, allerdings eher in der Version „Tagesrucksack“ anstelle eines Expeditionsmodells. Abgesehen vom geringeren Gewicht fällt das Umdrehen auf engem Raum leichter.
• Mehr als ein Gepäckstück zu transportieren, erschwert die Bahnfahrt deutlich. Es wird dann mühsam, durch die Gänge zu gehen, ein- und auszusteigen oder Treppen zu steigen.
• Eine Hand sollte immer frei sein, um Türen öffnen zu können.

Fahrradmitnahme genau planen
Das Fahrrad in der Bahn mitzunehmen erfordert eine sorgfältige Planung und einige Erfahrung. Praktisch alle Nahverkehrszüge bieten diese Möglichkeit grundsätzlich an, doch die Kapazitäten sind schon in Zeiten ohne das 9 Euro-Ticket in touristischen Regionen oder im Berufsverkehr knapp.

Jeder Fahrzeugtyp bietet andere Kapazitäten und Zustiegsmöglichkeiten: die Bandbreite reicht von den einigen wenigen Rädern mit steiler und schwieriger Einstiegssituation an einer einzigen Türe je Zug(teil) bei den Neigetechnik-Zügen bis hin zu barrierefreien Zugängen an mehreren Doppeltüren je Zug(teil) bei vielen S-Bahnen. Auf einigen Strecken werden gar extra Fahrradzüge eingesetzt.

In der Regel teilen sich Fahrradfahrer die Stellplätze mit Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwägen, wobei diese dann auch den Vorrang haben. Eine Garantie für die Radmitnahme gibt es nicht, einen Anspruch erst recht nicht, und Reservierungen sind im Nahverkehr der Bahn nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Empfehlungen zu sehen:
• Lieber am Zielort ein Fahrrad mieten oder sein eigenes Rad per Spedition versenden, als das Rad im Zug mitzunehmen – und das gilt ganz besonders für die touristischen Regionen und die Züge aus den Ballungsräumen dorthin.
• Die Radmitnahme ist detailliert zu planen: mit welchem Fahrzeugtyp kann man auf der jeweiligen Linie rechnen, mit welchen Kapazitäten, mit welchem Andrang? Großzügige Umsteigezeiten spielen eine große Rolle, die eigenen körperlichen Fähigkeiten (Treppen und Stufen steigen) ebenfalls. Gibt es Sperrzeiten, in denen die Mitnahme ganz ausgeschlossen ist?
• Die Radmitnahme ist auch eine Erfahrungs- und Übungssache: Es bedeutet einen riesigen Unterschied, ob man ein leichtes Fahrrad ohne Gepäck auf einer Zugfahrt mitnimmt oder ein großes, richtig schweres E-Bike mit Gepäck einschließlich Umsteigesituation in einem Neigetechnikzug. Es lohnt sich unbedingt, zunächst einige einfache Touren mit Rad und Bahn zu unternehmen, um Erfahrungen zu sammeln: ohne Gepäck, ohne Umsteigen, barrierefreier Einstieg, zur Nebenverkehrszeit.
• Es gelten auch alle bereits angesprochenen Grundsätze in Bezug auf die Kapazitäten: Wer sonntags um 9 Uhr bei sonnigem Wetter von München aus mit seinem Rad im Zug nach Füssen fahren will, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit scheitern.
Zwei Besonderheiten: Nicht selten ist auch der letzte fahrplanmäßig verkehrende Zug aus einer touristisch attraktiven Region in Richtung auf eine Großstadt sehr voll. Und bei unverhofften Wetteränderungen (einsetzender Regen, Gewitter) werden die Züge unabhängig von der Uhrzeit sehr voll, wenn vorher strahlender Sonnenschein und somit wunderbares Fahrradwetter war.
• Früh am Bahnsteig sein und idealerweise an dem Bahnhof zusteigen, wo auch der Zug seine Fahrt beginnt: Beides entspannt die Situation.
• Spätestens im Zug das Gepäck abnehmen, sich beim Verladen und Verstauen gegenseitig unterstützen und gute Tipps weitergeben: das erleichtert und ermöglicht die Radmitnahme und die Fahrt insgesamt.

Viele Eisenbahnverkehrsunternehmen geben auf ihren Websites Informationen rund um die Fahrradmitnahme. Sehr umfassend und hilfreich ist beispielsweise die Information von DB Regio; aber auch z. B. die Mitteldeutsche Regiobahn, die Eurobahn oder  die Westfalenbahn informieren über ihre Kapazitäten und Spielregeln bei der Radmitnahme.

Radmitnahme beim Bier- und Wein Express, einer VGN Freizeitlinie

Fazit
Wenn man ein paar Regeln beherzigt, kann die Fahrt mit dem 9 Euro-Ticket zu einem richtig positiven, motivierenden (Gemeinschafts-) Erlebnis „Bahnfahren“ werden. Und ein bisschen Übung und Erfahrung braucht es auch – doch diese kommen von selbst im Laufe der Zeit mit dem 9 Euro-Ticket.