Alle Beiträge von Birgitta Meier

Kletterwand und NF-Transparent

1. Mai: gegen Faschismus und Krieg

Auch dieses Jahr war die Kletterwand der Naturfreunde wieder der Hingucker bei der Maifeier der Gewerkschaften auf dem Kornmarkt. Auf der Demo durch die Südstadt vor der Kundgebung warnten wir mit selbstgemalten Transparenten vor Krieg und Faschismus. Die Bedrohung durch den Rechtsruck war denn auch Thema des Hauptredners der Kundgebung, Heribert Prantl.

Kletterwand und NF-Transparent
Esse im historischen Eisenhammer

Sanfte Tour zum Eisenhammer

Frühling überall! Unsere neue Wanderreihe „Sanfte Tour“ hätte nicht besser beginnen können. Von Roth aus wandern wir 11 Leute flussauf (an der Roth) durch die saftige, blühende Flussaue bis Eckersmühlen. Der „Historische Eisenhammer“ war nämlich unser Ziel! Eine richtige kleine Siedlung an der Roth präsentiert sich heute als spannendes Stück Industriegeschichte: Die Wasserkraft der Roth trieb, umgelenkt durch etliche „Transmissionen“ verschiedene Eisenhämmer an. Verarbeitet wurden zum Schluss die alten, abgefahrenen Räder der Bahn, die ja aus hervorragendem Schmiedeeisen waren, hergestellt wurde alles, was man bei der Haus- Feld- und Gartenarbeit so brauchte.  1775 übernahm  die Familie Schäff den Betrieb, ziemlich genau 200 Jahre später, 1974, war Schluss und der Eigentümer verwandelte seine Fabrik in ein Museum, das heute der Stadt und dem Landkreis Roth gehören.  

Unser Schmied führte uns im „Herrenhaus“ genauso herum wie im ehemaligen Sägewerk. Dort gibt es eine sehr informative Ausstellung „Vom Erz zum Eisen“ – auch wir wussten nicht, wo man überall in Mittelfranken Eisen(erz) finden kann und wo es seit der Hallstattzeit abgebaut wurde!

Der absolute Höhepunkt war aber die Schmiedevorführung! Danke an unseren Schmied für seine hervorragenden anschaulichen Erläuterungen! (Das Ergebnis, ein „Hopfennagel“ ist demnächst im Fuchsloch zu bestaunen).

weites Urdonautal, das Wellheimer Trockental

Exkursion ins Urdonautal

22 erlebnishungrige Leute begaben sich am 4.3. auf die Spuren der Urdonau zwischen Wellheim und Dollnstein. Das Wetter war zwar recht durchwachsen und überhaupt nicht „fotogen“, aber sonst hat alles wie am Schnürchen geklappt. Wir fuhren mit Zug und Bus nach Wellheim. Dort, an der Schutterquelle, zu Füßen des Naturfreundehauses Konstein erklärte Barbara Philipp die Entstehung dieser Landschaft seit 150 Millionen Jahren. Plastisch erläuterte sie die „Wannen“ (= Lagunen), wo Schwämme und andere kalkbildenden Tiere lebten. Bis die mächtigen Kalkschichten irgendwann (vor 135 Mio Jahren) herausgehoben wurden und erodierten. Sehr viel später, nach Auffaltung der Alpen, entstand nördlich davon ein Fluss, den wir Urdonau nennen. Sie floss durch das heutige mächtige Trockental (Wellheimer Trockental), wo sie sich mit dem Urmain vereinigte, denn der floss damals von Nord nach Süd. Woher wissen wir das? Die Flüsse haben allerlei Gestein mitgebracht, dessen Herkunft sich eindeutig zuordnen lässt. All diese spannenden Geschichten konnten wir direkt in der Landschaft festmachen, die Riffe aus dem warmen Ozean sind zu beliebten Kletterfelsen geworden, die damalige Donau (nach dem Zusammenfluss mit dem Main) zur Altmühl… Barbara erklärte farbig und spannend, und damit alles auch „hängenbleibt“, hat sie uns ein Skript mitgebracht zum Nachlesen. Nicht nur die Geologie hat uns begeistert: Der Trockenmagerrasen nahe Dollnstein zeigt die ersten Frühjahrsblüher, sogar Küchenschellen! Wunderschön! Nach 12 km abwechslungsreicher Wanderung stiegen wir in Dollnstein wieder in den Zug nach Nürnberg – mit dem Wunsch, so eine Exkursion öfters anzubieten, gerne auch wieder als Kooperation von BUND Naturschutz und Naturfreunden.

Vernetzung gegen Rechts

Auf Einladung einiger Naturfreunde trafen sich am Aschermittwoch zahlreiche Aktive unterschiedlicher Initiativen, aber auch bisher „Unorganisierte“, die nach den Demos gegen Rechts gemeinsam mehr tun wollen. Vor allem ging es um Austausch, Mutmachen, Anregungen teilen. Die Treffen sollen fortgesetzt werden! Kontakt: Felix Graf.

 

Veranstaltungen gegen Rechts:

Dreikönigswanderung 24

Unsere traditionelle Dreikönigswanderung war wieder mal ein voller Erfolg! Ausgangs- und Zielpunkt war das gemütliche Naturfreundehaus Großengsee. Wie kommt man dorthin? Am Wochenende sollte es eigentlich ein Anrufsammeltaxi geben. Trotz rechtzeitiger Bestellung (nur telefonisch möglich!) klappte das nicht richtig! Kein Problem für Jonny, der das alles organisiert hat! DANKE!

Die Wanderung führte über Strahlenfels und die Burgruine Wildenfels. Zwei Dutzend Wanderer (und ein Hund) hörten sich deren Geschichte an, die Jonny ausgegraben hatte.

NAch 11 km fröhlicher Wanderung bei unerwartet trockenem Wetter gabs abend dann noch einen richtigen Hüttenabend mit Selbstgebratenem! Und wer wollte, konnte auch übernachten.

Weitere Bilder: HIER

Beim Kugelmarkt in Lauscha am 9.12.23

Bericht von Ulla Klinger, die diese Fahrt auch organisiert hat:

Fünf Naturfreunde sind am in ein verschneites Wintermärchen eingetaucht. Nach einer super entspannten Zugfahrt nach Lauscha/Thüringen empfing uns als erstes der Glashandwerkermarkt.

Entlang der Lauschaer Glasmeile an Glasbläsereien, Cafés und Ständen vorbei ging´s ins Glaszentrum Lauscha, wo ein Glaskünstler aus bunten Glasstäben zerbrechliche Glasfiguren kreierte. Mehrere Ausstellungsräume und eine Galerie zeigen eine unglaubliche Vielfalt an Gläsern und Glasobjekten.

Dann gings weiter in die 150 Jahre alte Farbglashütte Lauscha, wo wir hungrig in den dortigen Bürgerstuben Wild aus eigener Jagd verspeisten.Hier zaubern GlasbläserInnen filigrane Unikate wie den Lauschaer Flaschenteufel, Glasblumen, Glastiere, Rosenkugeln, Schreibfedern. Wir bestaunten farbenfrohe Glasserien und Einzelstücke ausgefallener Glaskunst.

Ein Highligth war das Museum für Glaskunst, in dem wir eine Zeitreise durch die Geschichte der Glasproduktion im Thüringer Wald erlebten und eine faszinierende Ausstellung über Glaskunst von früher bis heute, sowie Vitrinen mit Einzelstücken zeitgenössischer Glaskünstler bewundern konnten.

Wir erfuhren, dass der gläserne Lauschaer Christbaumschmuck seit 2020 immaterielles deutsches Kulturerbe ist, außerdem in Lauscha die Glasmurmel erfunden sowie das künstliche Menschenauge aus Glas entwickelt wurde.

Ein Tipp für nächstes Jahr: Perlinale 2024 – Lauschaer Glasperlentage vom 08. – 10.03.2024

Herbst(kultur)-Wanderung Egloffstein – Thuisbrunn

Eine nette Gruppe von 13 Naturfreunden genossen einen Herbsttag mit interessanten Erlebnissen: Schon beim Aufstieg zur Burg Egloffstein führte uns der Weg über viele Treppchen durch den Malerwinkel. Dabei erfuhren wir Einiges über den Felsenkeller, die ehemaligen Tropfhäuser sowie die ehemalige Synagoge.

Danach erhielten wir eine 1 ½ stündige Führung durch die Burg und zwar vom Burgherrn persönlich. Bei der Burgbesichtigung gab uns Freiherr Albrecht von Egloffstein nicht nur einen kenntnisreichen Überblick über die Geschichte der Burg, sondern auch Einblick in die Geschichte seiner Familie, in deren Besitz die Burg seit ihrer Erbauung im 12. Jahrhundert ist.

Mit großem Hunger kehrten wir in den Gasthof zur Post ein, wo wir in einem geschmackvollen Nebenzimmer gut speisten und uns austauschten.

Zu Kräften gekommen, spazierten wir am Thuisbrunner Bach mit seinen Sinterterrassen entlang ins malerische Todsfeldtal. Kurz vor Thuisbrunn überraschte uns ein kurzer Graupelschauer, der uns aber nicht davon abhielt, noch die neoromanische Kirche anzuschauen und einen Blick auf die Burg in der Abendsonne zu werfen. Als Abschluss für manche noch ein Bierchen beim Elchbräu. Mit der gemeinsamen Rückfahrt beschlossen wir unseren schönen Herbsterlebnistag.

Text: Ulla Klinger, Foto: Birgitta Meier

Aktiver Mittwoch: Wandern um Simmelsdorf

Bei traumhaftem Herbstwetter führte uns Barbara Fraas am 11.10. in eine weitere romantische Hügellandschaft des Nürnberger Landes. Vom Tucherschloss in Simmelsdorf ging’s nach St. Martin über Waldwege und herrlich sonnige Pfade vorbei an Obstbaumwiesen und Hecken voller Schlehen und Hagebutten. Bei all den lebhaften Unterhaltungen unserer 9-köpfigen Wandergruppe übersahen wir dann doch wohl eine Wegmarkierung und beschlossen, St. Helena auszulassen, um unser Ziel in Großengsee vor Küchenschluss zu erreichen: der Gasthof Scharrer.
Nach 4-stündiger Wanderung schmeckte das Fränkische Krenfleisch am sonnigen Tisch
wunderbar. Nach einem Abstecher am Naturfreundehaus Großengsee brachten uns Bus und Bahn wieder nach Nürnberg. Wir freuen uns auf Sonntag (15.10.): da gibt es nicht nur die traditionellen Herbstwanderung der Naturfreunde nach Egloffstein, sondern als Alternative auch den Tag der Offenen Tür im Naturfreundehaus Großengsee! Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Text: B.Mühlich

Veitshöchheim und mit dem Schiff zurück

Goldener Oktober: 7 Leute machten einen Ausflug nach Veitshöchheim, durch abgeerntete Weinberge hindurch. Der Schlossgarten zeigt sich nochmal in ganzer Pracht. Schade, dass man das Gemüse nicht ernten darf, das ist für die fleißigen Gärtner (und die Bienen!) bestimmt, wie diese Artischocke :

Heimwärts ging es per Schiff bis Würzburg, nach einem Innenstadtbummel (Eisessen!) dort dann mit dem Zug nach Nürnberg. Hier nochmal das fürstbischöfliche „Wochenendhaus“, erbaut u.a. von Balthasar Neumann:

Herbstwanderung 15.10. 2023

Anders als im Programm ausgedruckt führt unsere Herbstwanderung dieses Jahr nach Egloffstein. Sie verbindet Kulturgeschichte mit schöner Landschaft – und natürlich auch mit feiner Einkehr. Verantwortlich ist Thomas Engelhardt, unser „Vereinshistoriker“. (Dirk Klinger, der langjährig Verantwortliche ist leider verhindert).

Und so sieht unser Tag aus:

Wir fahren 9:30 ab Nürnberg-Nordost mit der Gräfenbergbahn und steigen in Gräfenberg in den Bus 229 nach Egloffstein.

Um 11:00 haben wir eine Führung durch Burg Egloffstein.

Hintergrund: Die Burg Egloffstein, malerisch auf einer Felsnase über dem Trubachtal gelegen, seit dem 11. Jahrhundert Stammsitz der Freiherrn von und zu Egloffstein, gehört zu
den Wahrzeichen der romantischen Fränkischen Schweiz. Die Herren von Egloffstein waren seit dem 16. Jahrhundert wie andere der fränkische Adelsfamilien reichsunmittelbar. Sie unterstanden somit niemandem außer dem Kaiser und regierten in ihren Gebieten fast wie Landesherren. Die Besichtigung führt durch die gut erhaltenen alte und die neue Kemenate und veranschaulicht neben den militärischen Funktionen auch das Alltagsleben in der Burg. In einigen Räumen finden sich Erinnerungsstücke an die Dichterin Henriette Sophie von Egloffstein, die 1787 nach Weimar kam und sich im Umfeld Goethes bewegte. Eintritt in die Burg kostet für Erwachsene 5 Euro.

Die Führung macht hungrig: um 13.00 Uhr kehren wir ein im Hotel Gasthof zur Post (Fränkisches Essen, auch vegetarisch und vegan).
Danach wandern wir durch das Todsfeldtal nach Thuisbrunn (ca. 5 km):
Am wunderschönen Bach mit tollen Sinterterassen entlang gelangen wir in das idyllisch gelegene Thuisbrunn, wo wir Kirche, Burgruine und so manche Höhe mit schöner Aussicht genießen. Um 16.13 holt uns der Bus in Thuisbrunn wieder ab und um 17:18 sind wir wieder in Nürnberg-Nordost.

PS: Die Burg lässt sich auch von Erlangen aus prima erreichen!