Archiv der Kategorie: Bergsport

Gletscher- und Eiskurs Stubaital

Letztes Wochenende brachen 15 Berg- und Naturfreunde auf, um die höchsten Gipfel der Stubaier Alpen zu besteigen. Am Freitag stand die Anreise und der Aufstieg zur Nürnberger Hütte an. Diese erste Hürde (Ferienbeginn in mehreren Bundesländern/Arbeit/etc.) bewerkstelligten alle Teilnehmer erfolgreich, so dass kurz nach Mitternacht die Truppe vollständig war. So konnten wir Samstagfrüh – mehr oder weniger erholt – unsere Tour starten. Von der Nürnberger Hütte stiegen wir bei schönstem Wetter auf zum Wilden Freiger, 3418 m ü. A. Nach einer kleinen Rast bei bester Sicht am Gipfel, machten wir uns auf zum Abstieg zur Müllerhütte. Nach ein wenig Kraxelei am Grat, erreichten wir den Übeltalferner, welcher der größte Gletscher der Stubaier Alpen ist und seilten uns das erste Mal an. Da wir super in der Zeit lagen, wurde noch die Spaltenbergung mittels Mannschaftszug in der 5er-Seilschaft und in der 3er-Seilschaft gezeigt und erklärt. Anschließend stiegen wir die letzten Meter zur wunderschön gelegenen Müllerhütte erst ab und am Ende noch auf und erreichten diese bereits am frühen Nachmittag. Nach einem kleinen Begrüßungsschnaps, welcher uns vom Wirt pesönlich serviert wurde, wurden die Reserven mit leckerem Kaiserschmarrn, Kaffee und heißer Schoki wieder aufgefüllt. Die ungewöhnlich lange Zeit auf der Hütte wurde anschließend von einigen für einen kleinen Mittagsschlaf genutzt, während der Rest die Spielesammlung plünderte. Nach dem leckeren Abendessen wurde die Tour für den nächsten Tag besprochen und die Rucksäcke fertig gepackt. Da am Sonntag ab Mittag Regen gemeldet war, wollten wir möglichst früh aufbrechen. Von dieser Idee war der Hüttenwirt nur leider schwer zu begeistern. Letztendlich konnten wir ihn jedoch dazu überreden für uns um 5:00 Uhr Thermofrühstück zu machen. Wie sich am nächsten Tag zeigte, zahlte sich die „Early-Bird-Taktik“ wieder einmal aus..

Am Sonntag um 5:30 Uhr brachen wir somit im dichten Nebel auf zum Wilden Pfaff, 3456 m ü. A. und zum Zuckerhütl, 3507 m ü. A. Der Nebel verlieh der schönen Kletterei über den Ostgrat eine gar magische Stimmung und machte die Tour zu einem Abenteuer, so dass man den fehlenden Ausblick verschmerzen konnte und der ein oder die andere wahrscheinlich froh war nicht in die Tiefe blicken zu müssen. Bereits um kurz nach 7:00 Uhr standen wir dann auf dem ersten Gipfel. Nach einer kurzen Pause ging es auch direkt weiter zu Gipfel Nr. 2, den wir noch vor 9:00 Uhr erreichten. Als wir die letzten Höhenmeter zum Zuckerhütl erkletterten, riss das Nebelmeer plötzlich auf, so dass wir bei unserer Rast am Gipfel das wunderbare Bergpanorama genießen konnten. Als wir uns dann an den Abstieg machten, zog der Nebel wieder auf und hüllte uns in gespenstisches Weiß. Hier zeigte sich folglich zum ersten Mal, dass unser Zeitmanagement „on point“ war. Wir meisterten noch den langen Abstieg über Schneefelder, Gletscher und Geröll zur Dresdner Hütte. Hier teilten wir uns in eine gemütliche Gruppe und in eine schnellere Gruppe, welche bereits die Autos holte, auf. Beide Gruppen schafften es noch trockenen Fußes die letzten Höhenmeter bis zur Talbahnstation der Eisgratbahn abzusteigen. Kurz nachdem wir den Parkplatz erreichten, begann es wie aus Eimern zu schütten. Dies war das zweite Mal, dass wir merkten, dass unser Zeitmanagement an diesem Tag optimal war.

Nachdem wir die Ausrüstung in den Autos verstaut hatte, machten wir uns auf einen Gasthof zu suchen, um uns vor der Heimfahrt nochmal zu stärken. Wie sich zeigte, war dies die schwierigste Herausforderung des Wochenendes. Nach einigen Missverständnissen schafften wir es trotzdem noch den Kurs bei einem leckerem Essen abzuschließen.

Vielen Dank an die Trainer Anke und Franz für die Tourenplanung und dieses wunderschöne Wochenende!

Berg frei!

Caro

Alpinkletterkurs bei Innsbruck

Am Wochenende vom 17. – 19.05.2019 war es wieder soweit, der jährliche Alpinkletterkurs des Fachbereichs Bergsport der Naturfreunde Nürnberg-Mitte stand an. Leider hat uns das Wetter ein bisschen im Stich gelassen, so dass es zunächst so aussah als würde der Kurs aufgrund der massiven Alt- und auch Neuschneemengen und der schlecht gemeldeten Wetterlage ins Wasser fallen müssen. Die Kursleiter Franz und Anke setzen jedoch alle Hebel in Bewegung und fanden mit der Martinswand bei Innsbruck eine tolle Alternative, so dass – zu unser aller Freude – der Kurs doch noch stattfinden konnte. Am Ende war es dann zwar eher ein Plaisirkletter- als ein Alpinkletterkurs, aber das tat dem Tatendrang und der Lernbereitschaft der Mehrseillängenaspiranten keinerlei Abbruch.

Wir trafen uns Freitagabend in einer schnuckeligen Pension in Leutasch. Nachdem wir uns beim örtlichen Italiener gestärkt hatten, wurden bis spät abends die Routen für den kommenden Tag ausgesucht, die Seilschaften festgelegt, Standplatzbau und Sicherungstechnik nochmals in Theorie besprochen und die Rucksäcke gepackt. Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, ging es dann endlich an die Wand. Wunderschönes Plaisirklettern! Nach einer kurzen Mittagspause bei Sonnenschein und bester Aussicht, stiegen einige von uns, die nicht genug bekommen konnten, nochmals in die Wand ein. Anschließend statteten einige dem örtlichen Schwimmband noch einen Besuch ab, während die anderen die letzten Sonnenstrahlen bei einem Radler genossen. Danach wurde sich wieder mit Pasta und Pizza gestärkt und mit einem Schnaps aufs Haus klang der Abend aus. Am Sonntagmorgen startete der Tag für zwei Verrückte um 5:30 Uhr mit einem 10 km Lauf, für uns anderen Langschläfer um 7 Uhr mit einem leckeren Frühstück. Danach ging es wieder an die Martinswand und alle Teilnehmer, die sich psychisch und physisch fit genug fühlten, konnten ihre ersten Seillängen vorsteigen: #frauenundmännerindenvorstieg. Wie der Wetterexperte Franz prophezeite hielt das Wetter und wir konnten auch am Nachmittag noch einige Seillängen klettern.

Zusammenfassend ist zu sagen, es war ein „Wochenende wie ein Urlaub“. Wir haben alle viel gelernt, und zwar nicht nur hinsichtlich Standplatzbau, alpiner Sicherungstechnik und Klettertechnik, sondern auch, dass man um 21 Uhr noch keinen „Schnitt“ bestellen darf und dass Muschelsaison in allen Monaten, die mit dem Buchstaben „R“ enden, ist.

Vielen Dank an die Trainer Anke und Franz für dieses lehrreiche, lustige und wunderschöne Wochenende. Wir freuen uns alle schon auf nächstes Jahr!

Berg frei!

Auf dem Berliner Höhenweg im Zillertal vom 08.08. bis 12.08.2018

Die Naturfreunde haben den Begriff des „sozialen Wanderns“ geprägt und diese Merkmale fanden sich bei dieser Tour gut umgesetzt wieder. Gemeinsame Planung und Vorbereitung  durch ein Team, Fahrgemeinschaften,  ein Erfahrener läuft vorne, einer hinten – keiner überholt, keiner bleibt zurück und trotzdem die Möglichkeit sich in kleineren Gruppen je nach individueller Laufgeschwindigkeit aufzuteilen. Raum für Gespräche, auch mal kontrovers und manchmal ein Lied aus der Arbeiterbewegung auf den Lippen war genauso  an der Tagesordnung. Wenn es gar nicht mehr ging, fand sich auch ein „Sherpa“, der auf die letzten Höhenmeter den Rucksack abholte!

Am Mittwoch um 7 Uhr trafen wir uns am Naturfreundehaus Fuchsloch zur Bildung von Fahrgemeinschaften und zum Aufteilen des Gepäcks auf die Autos. Wir, das waren 22 Bergbegeisterte , die meisten in den Zwanzigern und 2 unübersehbare Ausnahmen mit 70 und 76 Jahren auf den Buckel, Naturfreunde oder DAV-Mitglieder, bekannte und unbekannte Gesichter in spannender Erwartung der nächsten Tage.

Nach unserer Ankunft am Schlegeispeichers  stiegen wir in ca. 3 Stunden zum Friesenberghaus (2498m) auf. Am nächsten Tag ging es in gut 2 Stunden weiter zur Olbererhütte (2389m) und nach kurzer Pause in weiteren vier Stunden weiter zum Furtschaglhaus. Wir bekamen für unsere Gruppe einen eigenen Aufenthaltsraum und konnten und mit einem Quiz amüsieren, zu dem sich am Vortag bereits jeder eine Frage ausgedacht hatte, z. B.: wann wurden die Naturfreunde gegründet?

Sehr bemerkenswert in unserem Aufenthaltsraum waren allerdings an der Wand hängende Dokumente  der DAV-Sektion zur Auseinandersetzung innerhalb des DAV in den 20er Jahren um den sogenannten Arierparagraphen:

„Doch in der Sektion Berlin begannen nun die Auseinandersetzungen um den sogenannten Arierparagraphen, den die Berliner Schwestersektion Mark Brandenburg, wie einige andere auch, für ihre Mitglieder eingeführt hatte. Für die Ablehnung jeder Art von Antisemitismus sprach sich der Vorsitzende der Sektion Berlin, Rudolf Hauptner auf den Jahresversammlung 1923 aus und wiederholte dies noch einmal auf vehemente Weise in seinem Jahresbericht 1924. Hintergrund war der eskalierende Streit um die Sektion Donauland, die aus dem DOeAV ausgeschlossen werden sollte und wogegen die Sektion Berlin in der Hauptversammlung mit einigen anderen Sektionen stimmte.[16] Doch gegen den zunehmenden Antisemitismus im Alpenverein konnten die Berliner auf Dauer nichts ausrichten, die Sektion musste sich mit ihm arrangieren. Was 1925/26 zu einer Austrittswelle von über 900 Mitgliedern führte. Vielen war die vereinspolitische Ausrichtung des Vorstandes nicht konsequent tolerant genug, und gründeten daher einen eigenen Verein, den Deutschen Alpenverein Berlin der nicht zum DOeAV gehörte und solidarisch mit der ehemaligen Sektion Donauland in Wien kooperierte, die nun nach ihrem Ausschluss auch nicht mehr zum Dachverein gehörte…. „

Sowas gab es im DAV also auch, wobei die meisten Sektionen des DAV aber bereits vor 1933 in vorauseilendem Gehorsam den Arierparagraphen anwandten und ihre jüdischen Mitglieder rauswarfen!

Soweit dazu!

Nach einem weiteren Tag auf dem Furtschaglhaus ging es am vierten Tag über das drahtversicherte Schönbichler Horn in gut sechs Stunden weiter zur Berliner Hütte, von der wir am nächsten Tag wieder zum Schlegeispeicher abstiegen und die Heimfahrt antraten.

Es waren tolle Tage, die sich nächstes Jahr hoffentlich in ähnlicher Weise wiederholen!

 

Berg frei!

Manfred

Sportkletterkurs im Trubachtal, Fränkische Schweiz

Nach den anfangs recht durchwachsenen Wetterprognosen für den ersten Kurstag und morgendlichem Regen machten wir uns am Freitagnachmittag in Richtung Trubachtal zum Zeltplatz „Oma Eichler“ in der Fränkischen Schweiz auf, wohlwissend, dass uns in den kommenden zwei Tagen kaiserliches Wetter erwarten würde.  Dort angekommen bauten alle die über Nacht blieben ihre Zelte auf oder richteten ihr Wohnmobil ein. Anschließend ging es zu Fuß, wie auch schon im vergangenen Jahr, zum nahegelegenen Zehnerstein. Nicht zuletzt aufgrund seiner Nähe zum Zeltplatz wurde der Fels für den ersten Kurstag ausgewählt. Als Erstes stand das richtige Einbinden mittels Achterknoten, Klettern im Toprope und Sichern mittels HMS auf dem Programm. Trotz anhaltendem Nieselregen blieben fast alle Teilnehmer bis zum Einsetzen der Dämmerung am Fels und wir kletterten fast alle Routen an der Südwestseite des Massivs. Nachdem alle Routen wieder abgebaut waren, wurde es auch langsam dunkel und wir machten uns auf dem Weg zum Zeltplatz um den Abend beim Grillen gemütlich ausklingen zu lassen.

Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück nach einem kurzen Fußmarsch bei strahlendem Sonnenschein zu den Haselstaudener Wänden. Dort wurden die Kletter- und Sicherungsfähigkeiten der Teilnehmer weiter ausgebaut. Die eigentlich geplante Mittagspause wurde aufgrund der schier unersättlichen Kletterlust der meisten Teilnehmer auf den späten Nachmittag verlegt, wo wir dann bei weiterhin strahlendem Sonnenschein und einer Tasse Kaffee, den selbstgemachten Kuchen, der herzensguten und freundlichen „Oma Martha“, genossen. Die „Oma Martha“ ist die Tochter der in der Kletterszene weltweit bekannte „Oma Eichler“, die leider bereits verstorben ist. Sie führt zusammen mit ihrer Familie den Zeltplatz mit angrenzendem Kiosk weiter.

Nach der kurzen Kaffeepause ging es für einige unermüdliche Kraxler anschließend – getreu dem Motto: Kaffeetrinken ist integraler Bestandteil des Klettern – nochmals für eine weitere Klettereinheit an den Zehnerstein. Hier wurden nun einige Routen des Vortags wiederholt, aber auch Klassiker, wie der legendäre Seifertriss durchstiegen. Der Abend klang auch wie schon am Vortag in gemütlicher Runde mit leckeren fangfrisch gegrillten Forellen aus dem Nachbarteich aus.

Am Sonntag steuerten wir die etwas weiter entfernte Münchser Wand an. Hier konnten sich dann auch einige Teilnehmer in leichteren Routen im Vorstieg versuchen und sowohl ihre physischen als auch psychischen Grenzen ausloten. Außerdem wurde für Interessierte noch das Umbinden am Umlenker und Abseilen mittels Tube gezeigt und geübt.

Zu guter Letzt lässt sich sagen, dass es ein tolles und gelungenes Wochenende war, wo wir wieder einmal viele nette Menschen kennenlernen durften.

Wir hoffen, dass wir diesen tollen Sport allen ein wenig näher bringen konnten und wünschen allen noch viele schöne Stunden am Fels. Bis zum nächsten Mal.

Berg frei! Anke und Franz

Skitouren im Bregenzer Wald

Vom 18.-21. Januar startete eine Gruppe der Nürnberger Naturfreunde zu einem verlängerten Skitourenwochenende im Bregenzer Wald.

Wegen der unbeständigen Wetterlage wählen wir die Anreise über das Allgäu und können nach Abklingen der Regenschauer von der Riedbergpassstraße aus das Riedberger Horn besteigen. Dies ist in letzter Zeit wegen der dort geplanten Skigebietserweiterung unter Missachtung der Alpenschutzkonvention ins Licht der kritischen Öffentlichkeit gelangt.

Am nächsten Tag starten wir von der hervorragenden Pension im Talort Schoppernau bei anhaltendem Schneefall eine Tour auf den Hausberg Brendler Lug und werden mit einer traumhaften Abfahrt im frischen Pulverschnee belohnt.

Abends genießen wir die einheimischen Käsespezialitäten aus den örtlichen Sennereien bei einer zünftigen Brotzeit in unserer Unterkunft.

Die Lawinengefahr bleibt nach weiteren Niederschlägen und starkem Wind kritisch, aber nachdem sich die dichten Wolken etwas gelichtet haben können wir am Samstag doch noch den 2067 m hohen markanten Klipperen in der Nähe des Damülser Skigebietes besteigen.

Nach starken Regenfällen am Samstagabend erwachen wir am Sonntagmorgen bei heftigem Schneetreiben. An eine weitere Bergtour ist bei überall hoher Lawinengefahr leider nicht zu denken.

So beenden wir unseren Aufenthalt mit einem Besuch in einem reizvollen historischen Gasthaus mit angeschlossener Destille im nahegelegenen Au, wo uns der Brennmeister noch viel Interessantes zur Herstellung hochprozentiger Spezialitäten und der Geschichte des Anwesens erzählt.

Gerne werden wir bei hoffentlich besseren Wetterbedingungen noch einmal dieses abwechslungsreiche Tourengebiet besuchen.

Berg frei! Stefan

Einsteiger Kletterkurs im Trubachtal 12.-14. Mai

Trotz der anfangs recht schlechten Wetterprognosen  und morgentlichem Regen machten wir uns am Freitag Nachmittag gut gelaunt in Richtung Trubachtal zum Zeltplatz „Oma Eichler“ auf.  Dort angekommen bauten alle ihre Zelte auf, bezogen die Hütten oder die Zimmer. Nicht zuletzt aufgrund seiner Nähe zum Zeltplatz wurde als erster Fels der Zehnerstein ausgewählt. Nach einer schier endlos erscheinenden Fahrt 🙂 kamen wir auch endlich dort an und legten auch gleich los. Als Erstes stand das richtige Einbinden, Topropen und Sichern mittels Halbmastwurf auf dem Programm.  Nach einigen Routen wurde es auch langsam dunkel und wir machten uns auf dem Weg zum Zeltplatz um den Abend mit Grillen gemütlich ausklingen zu lassen.

Am Samstag ging es dann nach dem Frühstück nach einem kurzen Fußmarsch zu den Haselstaudener Wänden. Dort wurden die Kletter- und Sicherungsfähigkeiten der Teilnehmer weiter ausgebaut.  Nachdem für Nachmittag Gewitter gemeldet waren, zogen wir nach einem kurzen Schauer in Richtung Zeltplatz ab und genossen dort anschließend bei strahlendem Sonnenschein den selbstgemachten Kuchen des Hauses. Anschließend ging es nochmal für eine kurze Trainingseinheit an den Zehnerstein. Der Abend klang auch wie schon am Vortag in gemütlicher Runde mit leckeren fangfrisch gegrillten Forellen und der ein oder anderen Runde Haselnussgeist aus.

Am letzten Kurstag steuerten wir die etwas weiter entfernten Graischer Bleisteinwände an.  Dort wurde auch der Klassiker „Balken Toni“ – eine Kletterroute der etwas anderen Art – begangen. Hier liegt ein verkeilter Steinblock zwischen zwei Felswänden, über welchen balanciert werden muss. Außerdem wurden noch das Umbinden am Umlenker und Abseilen gezeigt und geübt.

Zu guter Letzt lässt sich sagen, dass es ein tolles Wochenende war, wo wir viele nette Menschen kennengelernt haben. Die Teilnehmer haben einen Einblick in das Klettern am Fels bekommen und der ein oder andere ist auch schon mal an seine physischen oder psychischen Grenzen gekommen.

Wir hoffen, dass wir allen den Klettersport etwas näher bringen konnten und wünschen allen noch viele schöne Stunden am Fels.

Berg frei! FrAnke

Bau und biwakieren in einer Schneehöhle

Die NaturFreunde waren wieder unterwegs!! Diesmal ging es mit Sepp, unserem Bergführer mit der Alpspitzbahn nach oben und dann mit Tourenausrüstung und dickem Rucksack zwei Stunden über Stock und Stein tief in die halbwegs weiße Berglandschaft.

Mit der Ausrüstung für mindestens eine Übernachtung machten wir uns auf die Suche nach einem geeignetem Platz für den Bau der Schneehöhlen. Nach drei Stunden Schaufeln, Graben und Schwitzen war das Werk vollbracht!

Drei wunderbare und gemütliche Schneehöhlen sind entstanden!!

Nachdem wir am Tag zuvor ausschließlich Regen ertragen mussten, wurden wir am Sonntag belohnt! Die Sonne knallte auf den Schnee, wodurch der Bau der Dächer sicherlich auch so gut gelang.

Die Nacht war dank dem wohlgeplanten Kältegraben warm und kuschelig!!

Wer es nicht glaubt, muss es selbst ausprobieren!

Viel Spaß bei den Bildern

 

 

Slowenien 2016

Wie jedes Jahr war es wieder eine gelungene Woche. Zwar waren anfangs alle skeptisch, ob das Wetter werden würde, wie der Wetterbericht versprochen hatte, doch glücklicherweise kam es weniger schlimm, als befürchtet. Die 85 Teilnehmer mussten zwar mit warmen Klamotten in die Woche starten und einen Tag Dauerregen überstehen, doch die restliche Woche war unterm Strich trocken und tagsüber auch warm genug, um allen Sportangeboten nachgehen zu können. Abends und besonders nachts sind die Temperaturen leider trotzdem dem Gefrierpunkt ziemlich nahe gekommen.

Um punkt halb ging es am Samstag Abend los mit dem ersten „Pow wow“, dem täglichen Abendkreis, in dem alles wichtige besprochen, erarbeitet und reflektiert wird.

Kajaksportler sind in dieser Woche jeden Falls wieder voll auf ihre Kosten gekommen. Durch den starken Regen zu Beginn hatten selbst die Übungsleiter einen tollen Ritt auf der Wocheiner Save und auch im Laufe der Woche immer geeignete Wasserstände. Selbst ein kleiner Bach, der sich eigentlich nur zum Canyoningen eignet, bot dieses Jahr mit genug Wasser für eine sensationelle spätnachmittags Vorstellung. Der Zehn Meter Wasserfall war zwar nur durch eine aufwändige Abseilaktion zu erreichen, doch im freien Fall waren diese Mühen schnell vergessen. „Jeder kann, keiner muss!!“, war auch dieses Jahr wieder das Motto für viele Neulinge. Doch wer mit dem Kajak eine Erstbefahrung auf einer der Saven wagen wollte, musste am Sonntag einen See Tag einlegen. Angefangen mit ersten Fahrtechniken und Grundpaddelschlägen erarbeiteten sich einige so viel Know-how im Boot, dass selbst eine Fahrt auf dem oberen, dem etwas schwierigeren Stück möglich war. Einige sind dafür das untere Stück mehrmals gefahren und meisterten das verrufene „S“ am Ende der Woche mit Bravur!

Das Angebot im Bereich Wassersport wurde dieses Jahr durch Stefan ausgebaut. Er war noch vor zwei Jahren selbst Teilnehmer bei unserer Freizeit und heute ist er schon ausgebildeter Übungsleiter im Bereich Canyoning. Auch ihn hat der starke Regen zu Beginn getroffen. Die Canyons waren voll und nur für erfahrene Leute begehbar. Doch auch dies änderte sich im Laufe der Woche. Der Canyon bei Jereka ist schnell zur Hausstrecke geworden und in der zweiten Hälfte der Woche nicht selten zwei Mal am Tag durch klettert worden.

Jakob, unser Übungsleiter im Bereich Mountainbiken hat diese Woche wieder einigen beigebracht, ohne Stützräder zu fahren. Große Sprünge in Punkte Fahrtechnik und Ausdauer standen auf der Agenda. Jeder, der zu Beginn meinte, seinen Drahtesel beherrschen zu können, wurde eines Besseren belehrt und konnte seine Fähigkeiten am Ende der Woche im Bikepark Kranjska Gora testen.

Wanderungen rauf und runter!! Über Hügel und Gipfel und durch Schluchten und Gräben.

Einen tollen Klettergarten direkt um die Ecke hat man selten allein. Doch dieser tolle Garten gehört fast immer uns. Von einer einfachen Route bis hin zur glatten Wand für unsere Sportler ist hier alles geboten!

Das Kulturangebot darf auf einer NaturFreunde Fahrt nicht fehlen. So haben wir wieder die Chance genutzt und Sasha um eine Tour zu den Partisanen Denkmälern gebeten. Der Campingplatz Betreiber spricht fließend Deutsch und berichtete wieder gern von Damals, den Freiheitskämpfern und den grausamen Geschichten, die seine Vorfahren durchmachen mussten.

Die letzten Zeilen sollen den Teamern und Übungsleitern gehören. Die Freizeit fand dieses Jahr zum 18ten Mal statt und wurde wieder von NaturFreunden organisiert, die den Wert dieser Woche teilweise von Klein auf miterleben durften. Nicht ohne Grund gibt es besessene Slowenien Junkies, die seit Beginn an dabei sind und ohne Unterbrechung am Ende jeder Woche auf das nächste Jahr hinfiebern. Besonders stolz macht es uns, wenn die Kinder der Kinder bald die Orga übernehmen und in allen Sportlichen Angeboten den Weg für die nächste Generation ebnen. Wir hoffen, dass diese Freizeit noch lange Früchte trägt und das viele Engagement von allen Übungsleitern und Organisatoren wert geschätzt und respektiert wird.

Berg frei und bis zum nächsten Mal!